Politik will Autofahrer bremsen: Tempo-Anträge nehmen im letzten Stadtrat erste Hürde

dzTempo 30

Ibbingsen, Brauerstraße und Neimener Weg: Gemein haben diese Straßen, dass aus Sicht der Politik zu schnell gefahren wird. So geht es nun weiter.

Fröndenberg

, 09.07.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es war die CDU-Fraktion, allen voran Ratsherr Oliver Funke, der im Mai gefordert hatte, dass im beschaulichen Frömern die letzten Tempo-50-Schilder fallen. Jüngst hatte die SPD im Juni angeregt, als Erweiterung eines Antrags der Freien Wähler Gemeinschaft für den Neimener Weg Tempo auszuweisen.

Während die FWG mit ihrem Antrag für die Geschwindigkeitsbegrenzung im Wohngebiet Lehmke nicht etwa am politischen Willen der anderen Fraktionen, sondern an der Einstellung des Kreises scheiterte, ist der Ausgang des SPD-Antrags offen. Beide Wohngebiete werden aus Sicht der Politik als Abkürzung in Richtung Hohenheide genutzt - und in beiden Wohngebieten würden viele Familien mit Kindern leben.

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Letzteres gilt auch für den Ortsteil Frömern, wo sich etwa an der Brauerstraße ein Seniorenheim, ein Friedhof und das Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde befinden. Bei den zahlreichen Treffen der Gemeinde seien zu einem großen Teil auch Kinder und Jugendliche sowie Senioren zu Gast, argumentiert die CDU für mäßiges Tempo. Bei der Straße Ibbingsen sei es vor allem die scharfe Kurve entlang der es keinen Bürgersteig gibt, die angepasstes Fahren nötig mache.

Beim Thema Tempo 30 stellen sich die Fraktionen einig auf die Seite der gefährdeten Verkehrsteilnehmer. Einzig dadurch, dass nun zunächst Wahlen anstehen, ein weitere Fachausschuss im Vorfeld nicht mehr terminiert ist, werden die Anliegen wohl noch eine Weile ausgebremst.

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