Bündelt eure Kräfte! Politik und Kulturtreibende müssen an einem Strang ziehen

Dirk Becker
Fröndenberg ist regelmäßig Teil der Reihe „Filmschauplätze NRW“. Mit diesen Veranstaltungen erreicht die Stadt ein großes Publikum. © Dirk Becker
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Fröndenberg hat doch schon viel Kultur. Das könnten die sagen, die einen Kulturentwicklungsplan für die Ruhrstadt ablehnen. Recht haben sie. Aber sie sehen nicht das ganze Bild. Würden die kulturellen Kräfte in Fröndenberg ihre Kräfte bündeln, könnten sie gemeinsam in eine Richtung gehen. Das Klein-Klein hätte ein Ende. Am Ende stünde ein Mehr an Möglichkeiten.

Die Stadt könnte und sollte noch offensiver ihren Ruf als Kulturstadt in die Öffentlichkeit tragen. Das ist ein Pfund. Ein weicher Standortfaktor, der aber vielen Menschen wichtig ist und ihre Lebensqualität erhöht. Wo Kultur ist, ist Gemeinschaft. Und wo Gemeinschaft ist, fühlt man sich wohl. Wer (noch) nicht in Fröndenberg lebt, dürfte sich gelockt fühlen nach dem Motto „Mensch, da ist ja richtig was los!“ Wenigstens als Besucher, vielleicht irgendwann gar als potenzieller Neubürger.

Die Stärke einer Kulturentwicklungsplanung ist, dass sie nicht aufoktroyiert wird, sondern in Gemeinschaft entsteht. Es darf erstmal keine Grenzen im Denken geben, die setzen die finanziellen Möglichkeiten noch früh genug. Das Gefühl, den anderen nicht als Konkurrenten in der Kultur zu sehen, kann am Ende dieses gemeinsamen Weges stehen.

Die Politik sollte der Kultur den Weg zu einer solchen Planung ebnen. Damit würde sie ein klares Zeichen für die Gemeinschaft in Fröndenberg setzen.