Politik stärkt dem neuen Feuerwehrkonzept für Fröndenberg den Rücken

dzBrandschutzbedarfsplan

An diesem Ergebnis konnte auch die Kritik einiger Löschgruppen nichts mehr ändern: Große Teile der Politik unterstützen den Brandschutzbedarfsplan – und halten auch am Standortkonzept fest.

Fröndenberg

, 31.10.2019, 13:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der neue Brandschutzbedarfsplan für Fröndenberg war eine schwere Geburt. Das geben alle Beteiligten unumwunden zu. Doch jetzt, nach zweieinhalb Jahren, ist er da und wird seine letzte Hürde, die Entscheidung des Stadtrats am Mittwoch, 6. November, wohl ohne Probleme nehmen.

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Denn trotz Kritik aus einzelnen Löschgruppen der Feuerwehr sprach sich die Politik im Hauptausschuss am Mittwochabend fraktionsübergreifend positiv zum Endergebnis aus.

Nur die FDP wird gegen den Brandschutzbedarfsplan stimmen

Einzig FDP-Mann Andreas Wette sagte, dass er eine Lösung mit sechs Standorten, die im vergangenen Jahr von den Löschgruppen Ardey und Hohenheide ins Spiel gebracht wurde, lieber gesehen hätte. Im Hauptausschuss konnte er keine Stimme abgeben. Im Rat werde er als Einzelratsherr gegen den Brandschutzbedarfsplan stimmen.

Nicht als CDU-Mitglied, sondern als Vertreter des Feuerwehrbeirats richtete Oliver Funke einige Worte in die Runde, die ihm vonseiten der Feuerwehr mit auf den Weg gegeben wurden. Nicht am Ergebnis, sondern am Weg dorthin gebe es Verbesserungsbedarf: „Viele Feuerwehrfrauen und -männer unterhalb der höchsten Gruppenführungsebene wurden nicht mitgenommen.“ Wenn sich die Basis nicht angehört fühle, könne das auf lange Sicht fatale Folgen haben. Denn die Freiwillige Feuerwehr Fröndenberg lebe vom Ehrenamt. Sie sei auf jeden Einzelnen angewiesen. Laut Brandschutzbedarfsplan sollten es noch ein paar Ehrenamtliche mehr werden.

Die Stadt Fröndenberg habe viel Geld in zu langsame Arbeit gesteckt

Kritik richtete Oliver Funcke auch an die Firma Orgakom, die für die Stadt Daten erhoben und das Feuerwehrkonzept entwickelt hat. Im Wortlaut sei viel aus bestehenden Plänen anderer Kommunen kopiert worden. Insgesamt dauerte der Prozess aus Sicht des Feuerwehrbeirats trotz externer Hilfe zu lang. Das sei enttäuschend – gerade weil viel Geld in die Arbeit gesteckt wurde.

Die CDU, so meldete sich Fraktionsvorsitzender Gerd Greczka zu Wort, steht hinter dem Brandschutzbedarfsplan und hofft darauf, dass sich die Leistungsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr Fröndenberg jetzt steigert.

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Ute Gerling von der CDU sorgt sich um den Bürgerbus, der mit dem Abriss des RTW-Gebäudes am Standort Mitte eine neue Bleibe braucht. „Wir werden eine Lösung finden“, versprach Christoph Börger von der Stadtverwaltung.

Freiwillige sollen häufiger mit ins Boot genommen werden

Es gebe mit Sicherheit noch Kleinigkeiten, die im Gesamtkonzept nicht optimal sind, die Grundlagen trage die SPD aber mit. Auch die Sozialdemokraten werden den Brandschutzbedarfsplan im Stadtrat absegnen, wie SPD-Fraktionsvorsitzende Sabina Müller deutlich machte. Sie stellte sich auch auf die Seite des Feuerwehrbeirats. Die Freiwilligen sollten zukünftig häufiger mit ins Boot genommen werden.

„Das, was wir auf den Weg gebracht haben, ist einzigartig für Fröndenberg“, schwärmte Matthias Büscher, Fraktionsvorsitzender der FWG. Er verspricht sich von der Zusammenlegung der Löschgruppen, dass zukünftig „direkt schlagkräftige Truppen“ zum Einsatz ausrücken können.

Zeit und Energie sollte auch in die Jugendarbeit gesteckt werden

Die Ausschussvorsitzende Monika Kostorz (SPD) betonte mit Blick auf die Personalsituation der Freiwilligen Feuerwehr Fröndenberg, wie wichtig es ist, Nachwuchs über die Kinder- und Jugendfeuerwehr anzusprechen.

Im Gespräch der Fraktionen kristallisierte sich zudem der Wunsch heraus, dass an der Brandschutzbedarfsplanung mit Blick auf die Entwicklung der Hilfszeiten regelmäßig weitergearbeitet werde – um die Feuerwehr langfristig zu besseren Ergebnissen zu führen.

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