Pferd und Reiter bremsen im ländlichen Altendorf Raser auf der Durchgangsstraße aus

dzVerkehrszeichen

Die Dorfgemeinschaft in Altendorf war es leid: Durch das Dorf jagten immer wieder Raser mitten durch den beschaulichen Ort. Obwohl das Tempolimit nicht herabgesetzt worden ist, ist es seit Wochen ruhiger geworden.

Altendorf

, 20.03.2019, 16:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bürgerinititative „Sicherheit auf Altendorfs Straßen“ ist im vergangenen Jahr mit einem Forderungskatalog auf Stadt und Kreis zugegangen. Was den Akteuren besonders auf den Nägeln brannte: Kraftfahrer auszubremsen, die schneller als die Polizei erlaubt durch den Ort brettern.

Messungen, die der Kreis in Altendorf durchführte, bestätigten, dass auf Schwerter- wie Altendorfer Straße gerast wird. Auf der Altendorfer Straße, die den Stadtteil von Westen nach Osten durchquert, gilt im Bereich der kurvenreichen Abschnitte Tempo 50. Zunächst schwebte der Initiative vor, die zulässige Höchstgeschwindigkeit weiter drosseln zu lassen. Der Kreis Unna machte einen Gegenvorschlag: Eine schwarze Zahl im roten Kreis, ob 50, 40 oder 30, führe bei Autofahrern häufig nicht zum erhofften Tritt auf die Bremse. Positive Erfahrungen habe man dagegen mit einem Verkehrszeichen gemacht, das vor der Querung der Autostraße durch Pferde warnt. „Das können wir nun bestätigen“, sagt ein erfreuter Sprecher der Bürgerinitiative Roland Schwerte.

Zwei Schilder mit Pferd und Reiter weisen seit Anfang Februar auf einem 900 Meter langen Abschnitt auf die Gefahr hin. Die ist auch real, gibt es im Dorf doch regen Reitverkehr. Nachts höre man zwar immer noch einige Raser, mit der Situation tagsüber sei man aktuell aber sehr zufrieden. „Es ist spürbar besser geworden auf der Altendorfer Straße“, berichtet Schwerte und lobt die gute Kooperation mit dem Kreis und besonders mit der Stadtverwaltung: „Das war ein partnerschaftlicher Umgang auf Augenhöhe.“ Allerdings habe man über die Stadtteilkonferenz West durch Ursula Lindstedt und Dr. Andreas Hennemann im Februar nachfragen müssen, wo die bereits im September angeordneten Schilder denn wohl blieben. Schwerte: „Einen Tag später wurden sie aufgestellt.“ Erreichen konnte die Initiative auch, dass auf der Kreuzung im Dorf ein Stoppschild für den Verkehr aus Billmerich angebracht worden ist. Für den Verkehr, der aus Richtung Schwerte kommt, wünscht man sich noch eine beruhigende Maßnahme.

Zwei weitere Forderungen eines 8-Punkte-Programms sollen demnächst forciert werden: Splittbankette für Fußgänger in den gefährlichen Kurven der Altendorfer Straße und den Radweg von dort wegzuführen. Dafür sollen die Wirtschaftswege zwischen Opherdicke und Kluse für Autoverkehr wieder geschlossen werden. „Das muss wieder ein geschützter Raum für Radfahrer und Fußgänger werden“, verlangt Roland Schwerte.

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