Pfeifsignal der RB 54 in Fröndenberg: Jetzt bildet die Deutsche Bahn eine Projektgruppe

dzBahnübergänge

Das durchdringende Pfeifsignal der Regionalbahn 54 zwischen Unna und Fröndenberg hält nicht nur die belästigten Anwohner, sondern auch die Deutsche Bahn und nun auch die Kommunalpolitik in Atem.

Fröndenberg

, 03.09.2019, 17:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Monaten leiden Anwohner an der Bahnlinie Unna-Fröndenberg unter einem lauten Pfeifsignal der Lok. Während die Bürger vor einigen Wochen eine Unterschriftensammlung gestartet haben, ruft die Deutsche Bahn eine Projektgruppe ins Leben und die CDU-Fraktion schaltet den Rat ein.

»Eine Projektgruppe ist an dem Thema dran.«
Ein Sprecher der Deutschen Bahn

Das Pfeifsignal müssen die Lokführer aus Sicherheitsgründen vor den unbeschrankten Bahnübergängen, zum Beispiel am Hilkenohl in Ardey, betätigen. Seitdem neue Züge auf der Strecke rollen, hat sich nach dem Eindruck der Anlieger in Frömern und Ardey dessen Lautstärke unerträglich erhöht.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn, bereits seit Monaten über die Beschwerden informiert, teilte am Dienstag auf Anfrage der Redaktion mit: „Eine Projektgruppe ist an dem Thema dran und schaut, ob es hier eine Lösung geben kann.“ Konkreteres könne man voraussichtlich Anfang Oktober sagen.

Jetzt lesen

Die neuen Pesa-Link-Züge befinden sich wegen weiterer technischer Mängel derzeit sukzessive in einer Werkstatt im Herstellerland Polen.

Mittlerweile ist auch die Politik auf den Zug aufgesprungen: Vom „Posaunenzug“ von Fröndenberg nach Unna spricht die CDU-Fraktion in ihrem Antrag, in dem sie die Stadtverwaltung auffordert, „aufgrund massiver Bürgerbeschwerden aus Ardey und Frömern“, Kontakt mit der Deutschen Bahn aufzunehmen, um die Lautstärke des Pfeifsignals „deutlich zu senken“.

»Posaunenzug von Fröndenberg nach Unna.«
Überschrift eines CDU-Antrags

Es gehe darum, die Lautstärke auf ein Maß zu reduzieren, wie es vor dem Einsatz der neuen Züge üblich war.

Dies wollen auch die betroffenen Anwohner erreichen, die mittlerweile sowohl den Landrat als auch Fröndenbergs Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe angeschrieben haben.

Jetzt lesen

Aus dem Büro des Landrats kam der Hinweis, dass der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) zuständig ist. Auch mit dem regionalen ÖPNV-Organisator in Unna haben die Betroffenen aus Ardey vor gut zwei Wochen Kontakt aufgenommen, wie Anwohnerin Ingrid Wolfertz mitteilte.

Dagegen habe sie trotz mehrmaliger Versuche, keinen Verantwortlichen bei der Deutschen Bahn sprechen können, bedauert Ingrid Wolfertz.

Unterdessen läuft die Unterschriftensammlung in Ardey weiter. Auch aus Frömern, wo es ebenfalls viele vom Lärm Betroffene gibt, gibt es erste Unterzeichner.

Die Betroffenen firmieren mittlerweile als Interessengemeinschaft und wollen dringend ein Herabpegeln der Signallautstärke erreichen.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Schulwegsicherung

Fröndenberg bekämpft Verkehrschaos: Die Stadt greift nun zu einer drastischen Maßnahme

Hellweger Anzeiger Bauzeit unverändert

Bauamt entblößt SPD-Antrag als Schnellschuss: Gesamtschule Fröndenberg bis 2027 Baustelle

Hellweger Anzeiger Mitgliederausstellung

Beim Fröndenberger Kunstverein ziert Albert Einstein die Motorhaube eines Trabis

Meistgelesen