Diese Stadt schickt die meisten Pendler zum Arbeiten nach Fröndenberg

dzArbeitsweg

Die Pendlerströme von Berufstätigen sagen viel aus über die Attraktivität einer Stadt als Arbeitsort. Für Fröndenberg lässt sich an Ein- und Auspendlerquoten die Wirtschaftsstruktur der Stadt ablesen.

Fröndenberg

, 28.10.2019, 14:34 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fehlende Arbeitsplätze in Gewerbe und Industrie sind ein altbekanntes Thema in Fröndenberg. Nicht ohne Grund forciert die Stadt daher die Realisierung eines neuen Gewerbe- und Industriegebietes am Schürenfeld.

An den aktuellen Pendlerströmen lässt sich die Wirtschaftsstruktur der Stadt deutlich ablesen.

3597 Berufstätige pendeln nach Fröndenberg ein

Im Jahr 2018 zählte das Statistische Landesamt 6338 Erwerbstätige am Arbeitsort Fröndenberg. Hiervon pendelten 3597 Berufstätige aus Kommunen außerhalb der Stadt nach Fröndenberg ein, ein Anteil von 56,8 Prozent.

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Mit dieser Einpendlerquote nimmt Fröndenberg einen mittleren Rang unter den 396 Kommunen landesweit ein. Allerdings liegt Fröndenberg mit der Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze auch an letzter Stelle im Kreis Unna. Und diese Stellen werden naturgemäß in einem hohen Maße auch von den Bewohnern in Fröndenberg selbst besetzt.

Wie klein die Zahl von Arbeitsstellen in Fröndenberg ist, zeigt sich auch daran, dass die kleineren Gemeinden Holzwickede (13.400) und Bönen (9535) deutlich mehr Beschäftigte vor Ort zählen.

In einem noch größeren Maße müssen daher die in Fröndenberg Wohnenden in andere Kommunen auspendeln: 10.697 Menschen, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen, wohnen in Fröndenberg. Von ihnen steuern 7956 Frauen und Männer täglich eine Arbeitsstelle außerhalb der Stadt an.

1072 Einpendler kommen allein aus Menden nach Fröndenberg

Die hohe Auspendlerquote von 74,4 Prozent bringt Fröndenberg immerhin Rang 62 von 396 Städten und Gemeinden in NRW ein. Fröndenberger lassen also viel Zeit auf Straße und Schiene. Wohnen und Arbeiten harmonieren in dieser Hinsicht in der Stadt für viele Menschen nicht besonders gut.

Interessant ist es da, dass nicht weniger als 1072 Beschäftigte aus der Nachbarstadt Menden umgekehrt zur Arbeit nach Fröndenberg einpendeln – der absolute Spitzenwert. Mit großem Abstand erst folgt Unna auf Platz zwei mit 522 Beschäftigten, also weniger als der Hälfte.

Arbeitsweg der Fröndenberg im Schnitt 15 Kilometer lang

Rund 15 Kilometer lang ist der durchschnittliche Arbeitsweg der Fröndenberger, die nicht in ihrer Heimatstadt arbeiten. Diese Strecke ergibt sich, wenn man die Entfernungen der 15 größten Auspendlerorte betrachtet.

Unter den drei größten Auspendlerorten befinden sich zwei mit einer Kurzstrecke und eine mit einer spürbar längeren: Unna an der Spitze, gefolgt von Menden und Dortmund.

Berufspendler finden auf dem Internetportal www.pendlerportal.de passende Mitfahrgelegenheiten. Alternativ werden auch Verbindungen des ÖPNV angezeigt. Das Pendlerportal errechnet neben den eingesparten Fahrtkosten auch die Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Das kostenlose Angebot ist ein Projekt zahlreicher Kreise und kreisfreier Städte und Verkehrsverbünde in NRW.
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