Patenschaftskreis bietet Fahrten in religiöse Zentren an

dzZum besseren Verständnis

Das im letzten Jahr erbaute Integrationszentrum an der Windmühle in Fröndenberg wandelt sich zum I-Punkt-Integration. Eine Ausstellung am Wochenende will zum Verstehen beitragen.

von Peter Benedickt

Fröndenberg

, 29.09.2019, 16:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eckhard Gransow zeigt umfassend auf die großen Tafeln: „Wir stellen hier die acht wichtigsten Weltreligionen, Hinduismus, Buddhismus, Juden- und Christentum, Islam, Siukhismus, Baihaitum und die Religionen Chinas, umfassend vor.“ Grundlage, Ordnung, Beginn und Geschichte sind detailliert aufgeführt.

Natürlich gab es ein Fazit. Dabei wurden die Grundsätze jeder Religion gegenüber gestellt. „Erstaunlich, dass die goldenen Regeln in allen Religionen gleich sind“, ist Gransow verblüfft. „Trotzdem stehen sich die Weltanschauungen oft feindselig gegenüber.“ Unverständlich, dass trotz gleicher Voraussetzungen das Verstehen des Anderen so schwierig ist.

Werbung für mehr Verständnis

Um mehr Verständnis für die unterschiedlichsten Kulturen zu schaffen, wurde die Ausstellung organisiert: „Wer sich in die Gefühlswelt eines Fremden hineindenken kann, für den ist der Fremde kein Fremder mehr.“

Dass sich der Umgang mit den Flüchtlingen geändert hat, haben die Mitglieder des Patenschaftskreises erkannt. „Zuerst war es die Willkommenskultur, es gab Geschenke, wir haben Kaffee miteinander getrunken, den Menschen wurde auf die Schultern geklopft, das war der Anfang.“

Andere Sitten und Gebräuche sind nicht böse

Nun gibt es die Ankommenskultur, der Flüchtling soll zum Nachbarn werden, nebenan leben, das ist richtige Integration. Aber dazu muss der „Neue“ akzeptiert werden, anerkannt werden, dass es andere Sitten und Gebräuche gibt, die aber nicht „Böse“ sind.

Um das zu erkennen, sollte mal hinter die Kulissen der anderen Glaubensrichtungen geschaut werden. Deshalb organisiert der Patenschaftskreis nun „Begegnungen - mit dem Anderen“. „Vor Ort werden Erfahrungen gesammelt, deshalb haben wir Besuche organisiert, Besuche in Gebäuden, in der andere Glaubensrichtungen gelehrt werden“, erklärt Eckhard Gransow.

Schnell beim Patenschaftskreis anmelden

Die Idee entstand vor zwei Monaten, schnell waren Kontakte geknüpft, kurzfristig Termine vereinbart. „Am schwierigsten war, ein Datum zum Besuch der Moschee in Schwerte zu finden, doch auch hier gab es eine Lösung“, so der Organisator. Bereits am kommenden Sonntag, 3. Oktober, 13.30 Uhr, Tag der Deutschen Einheit, führt der Weg nach Schwerte. Wer dabei sein möchte, muss sich schnell beim Patenschaftskreis anmelden, denn die Teilnehmerzahlen sind begrenzt.

Die weiteren Termine führen nach Hamm (Hindutempel), nach Soest (Wiesenkirche) sowie nach Unna (Koptisch-Orthodoxe Kirche, Jüdische Synagoge und Buddhistisches Zentrum).

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