Orkan „Sabine“: Oberleitungsmast in Altendorf knickt um – in der Stadt wenige Sturmschäden

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Orkan „Sabine“ wütete auch in Fröndenberg. Am Morgen musste die Altendorfer Straße gesperrt werden, weil ein Oberleitungsmast umknickte. Die Feuerwehr blieb bis mittags in Bereitschaft.

Fröndenberg

, 10.02.2020, 12:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Orkan „Sabine“ riss in der Nacht auch quer durch die Stadt mit, was nicht niet- und nagelfest war. Eine der gravierendsten Folgen war ein umgeknickter Oberleitungsmast in Altendorf.

»Wir sind total verschont geblieben.«
Feuerwehrchef Jörg Sommer

„Zu gefährlich“, ließ am Morgen ein Mitarbeiter der Stadtwerke Fröndenberg wissen, der an Kreuzung in der Ortsmitte die Zufahrt in die Altendorfer Straße mit einem Fahrzeug versperrte. Umgeknickt war ein Oberleitungsmast, der ersetzt werden musste.

Die Straßenmeisterei fuhr ab dem frühen Morgen die Landesstraßen ab, um bei Bedarf Fahrbahnen zu räumen oder zugesetzte Kanalschächte zu säubern.

Entlang der L 673, im Bereich der Ardeyer Straße, floss tatsächlich kein Wasser mehr ab, sondern geradewegs in die Senke an der Abgrabungsfläche des Küchenbergs.

„Keine besonderen Vorkommnisse“, meldeten die Mitarbeiter darüber hinaus von der Strecke – die führte sie am Vormittag weiter bis Warmen sowie auf die L 881 Richtung Bausenhagen.

Orkan „Sabine“: Oberleitungsmast in Altendorf knickt um – in der Stadt wenige Sturmschäden

Kein Durchkommen auf der Altendorfer Straße: Weil ein Oberleitungsmast umgeknickt war, sperrten die Stadtwerke aus Sicherheitsgründen für die Zeit der Reparatur die Straße am Montagmorgen ab. © Marcus Land

Zum Haltepunkt Ardey der Deutschen Bahn hatte sich gegen 8.30 Uhr kein einziger Reisender verirrt – die Bahn hatte bereits am Sonntag die vorübergehende Einstellung des Zugverkehrs angekündigt.

Ebenso menschenleer war es am frühen Morgen am Fröndenberger Bahnhof, wo sich nur vereinzelte Fahrgäste einfanden. Tatsächlich kündigte sich um kurz nach 9 Uhr der Regionalexpress Richtung Hagen mit fünfminütiger Verspätung an.

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Orkan "Sabine" fegt durch Fröndenberg

Orkan "Sabine" fegte auch durch Fröndenberg. Die Folgen waren indes mit den großen Sturmschäden nach "Friederike" vor zwei Jahren nicht vergleichbar. Dennoch gab es für Feuerwehr, Polizei, Stadtwerke und Straßenmeisterei einige Einsätze.
10.02.2020
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Montagmorgen musste die Altendorfer Straße zeitweise gesperrt werden, weil ein umgeknickter Oberleitungsmast von den Stadtwerken ersetzt wurde.
Schirme sind bei Sturm kein guter Ratgeber. In Ardey fand sich dieses Überbleibsel von der Orkannacht.
Auf die Regionalbahn nach Unna wartete am Haltepunkt Ardey morgens niemand vergeblich - den flächendeckenden Zugausfall hatte die Deutsche Bahn bereits am Sonntag angekündigt.
Der Park & Ride-Parkplatz am Bahnhof in Fröndenberg zeigte sich am Montagmorgen ungewohnt leer.
Immerhin der Regionalexpress nach Hagen wurde, wenn auch mit Verspätung, gegen 9 Uhr am Morgen bereits angekündigt. Es fanden sich allerdings nur ganz vereinzelt Reisende auf dem Bahnsteig ein.
Nicht alle Züge setzten sich am Montagmorgen in Fröndenberg fahrplanmäßig in Bewegung.
Fast idyllisch wirkten manche Straßen am Montagmorgen - wie hier auf der Graf-Adolf-Straße hatten sich nach starken Regengüssen mancherorts großen Wasserlachen gebildet.
Meistens war es kleineres Geäst, das Orkan "Sabine" von den Bäumen gefegt hatte. Der Spielplatz am Himmelmannpark wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen.
Unterbodenwäsche gratis – wer mochte, konnte mit seinem Auto durch zahlreiche Regenpfützen fahren.
Recht aufgeräumt sah es am Morgen in der Innenstadt aus. Vereinzelt musste Anwohner, wie hier an der Unionstraße, die Astbrüche der Nacht beseitigen.
Das Ungemach hilet sich in Grenzen: Ästen wie hier auf der Stiftstreppe waren in aller Regel die sichtbarsten Hinterlassenschaften des Orkans "Sabine".

Auf den Straßen fanden sich allenthalben kleinere Äste und Zweige auf den Straßen, größere Brüche waren allerdings – anders noch als bei Orkan „Friederike“ vor zwei Jahren – fast gänzlich ausgeblieben.

„Wir sind total verschont geblieben“, bestätigte denn auch am Montagvormittag Fröndenbergs Feuerwehrchef Jörg Sommer. Seit dem späten Sonntagabend bis zum Montagmorgen hatte es gerade neun Einsätze für die Wehrleute gegeben.

Dabei hatten sich die umgeknickten Bäume jeweils quer über Straßen gelegt:; jüngster Einsatz war morgens in Frömern. Bereits ab 17 Uhr am Sonntag hatte Sommer eine Sitzbereitschaft im Feuerwehrhaus Mitte eingerichtet.

Feuerwehr stand noch bis Montagmittag in Alarmbereitschaft

Weil die großen Orkanböen letztlich ausblieben, löste Jörg Sommer die Bereitschaft um 1 Uhr in der Nacht auf Montag zunächst auf.

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Von Montagmorgen bis zum Mittag um 12 Uhr saßen die Kameraden dann erneut in Bereitschaft, um auf Nachwehen des Orkans schnell reagierne zu können.

Einen größeren Einsatz hatte die Feuerwehr morgens auf der Wickeder Straße, wo ein Auto gegen einen Strommast gefahren war; die Stromleitung war auf den Pkw gefallen. Ob sich der Unfall sturmbedingt ereignete, konnte die Feuerwehr nicht sagen.

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