Orgelfestival Hönne Ruhr: Vier Musiker an einem Instrument

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Selten bietet sich die Gelegenheit, gleich vier Könner an der Orgel in einem Konzert zu erleben. Das Orgelfestival Hönne-Ruhr brachte dieses Kunststück fertig und lockte damit rund 90 Zuhörer in die Bänke der Fröndenberger Stiftskirche.

von Peter Benedickt

Fröndenberg

, 30.09.2018, 14:09 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dieses Instrument ist in seinem Kernbestand das älteste der vier Orgeln, die über den Zeitraum von zehn Tagen erklangen. Einige Pfeifen sind bereits über dreihundert Jahre alt und waren bereits im 17. Jahrhundert zu hören.

Nach umfangreichen Umbauten in den 70er Jahren sind nun neobarocke Klänge zu hören. Deshalb können gerade Komponisten aus dem Barock und dem Neobarock in der Mitte Fröndenbergs am besten klanglich dargestellt werden.

Schwere Angelegenheit

Die Organisten Daria Burlak, Jörg Segtrop, Christian Rose und Helmut Brandt bekamen die Aufgabe gestellt, ihre zwei Lieblingsstücke auf dieser Orgel zu spielen. Eine ganz schwere Angelegenheit, wie die Musiker bestätigten, denn natürlich umfasst ihr Repertoire eine weit größere Bandbreite als nur zwei Kompositionen.

Die Auswahl sollte sich zudem auch in erster Linie auf die entsprechende Zeit beschränken. So entschied sich Jörg Segtrop für Girolamo Frescobaldi (Toccata terza) und Dietrich Buxtehude (Praeludium in C-Dur).

Christian Rose legte sich für Francois Coupertin und dessen Werk mit dem sperrigen Namen „Messe propre pour les Couvents de religieux et religieuses“ fest. Anschließend folgte Nikolaus Bruhns und das „Präludium in e“.

Die Wahl von Helmut Brandt fiel auf den 1963 in Karlsruhe geborenen Michael Schütz, der an der Universität der Künste in Berlin Popularmusik lehrt.

Präludium und Fuge von Bach

So war es kein Wunder, dass unter den Händen des Organisten von Heilig Geist in Menden das bekannte „Breathless (Atem…los)“ erscholl. Dazu gesellte sich, als Kontrast, das „Präludium und Fuge G-Dur aus dem Bach-Werke Verzeichnis (BWV) 541“ von Johann Sebastian Bach.

Daria Burlak bevorzugte ebenfalls diesen Komponisten, der von 1685 bis 1750 lebte. Sie bot „Toccata in E-Moll (BWV 911) in der Bearbeitung von Max Reger. Und das „Präludium und Fuge G-Dur (BWV 550)“.

Am Ende waren die Gäste über dieses seltene Hörerlebnis begeistert und hoffen dass das Orgelfestival Hönne-Ruhr eine Fortsetzung findet.

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