OGS: Selbst wenn Kinder betreut wurden, werden Eltern fast 30.000 Euro Beiträge erlassen

dzOffene Ganztagsschule

Eltern schulpflichtiger Kinder werden in Fröndenberg nochmals stark entlastet: Für zwei weitere Monate übernehmen das Land und die Stadt die Beiträge für die OGS-Beiträge vollständig – selbst bei einer Notbetreuung.

Fröndenberg

, 21.07.2020, 15:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Coronavirus führte auch in den Schulen zu einer Zwangspause. Während viele Wochen lang die Schüler daheim unterrichtet worden sind, konnte die Nachmittagsbetreuung nicht ersetzt werden. Für den Elternbeitrag gibt es eine Regelung auch für die Monate Juni und Juli.

Der Landtag hatte am 23. Juni beschlossen, dass die Beiträge für die Offene Ganztagsschule (OGS) vollständig entfallen können und das Land die Hälfte der den Kommunen entgehenden Beiträge übernimmt.

Dringlichkeitsbeschluss vom 21. Juli

Stadtverwaltung und Politik haben am 21. Juli beschlossen, die andere Hälfte des Beitrags aus der Stadtkasse zu bezahlen. Weil weder Rat noch Ausschüsse tagen, haben Beigeordneter Heinz-Günter Freck und CDU-Fraktionschef Gerd Greczka, stellvertretend für den Rat, einen Dringlichkeitsbeschluss unterzeichnet; der Rat muss diesen noch genehmigen.

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Eltern müssen also für die Monate Juni und Juli keinen Beitrag bezahlen. Fachbereichsleiter Ole Strathoff teilte auf Nachfrage mit, dass der Beitrag für die Monate Juni und Juli nicht abgebucht wird; sollten Eltern ihrerseits Beiträge überwiesen haben, werden diese erstattet.

Die Übernahme der Beiträge war vor allem damit begründet worden, dass nur ein eingeschränkter OGS-Betrieb angeboten werden konnte. Zudem sollten die durch den Ausfall des Unterrichts und der Nachmittagsbetreuung stark belasteten Eltern unterstützt werden.

Unterdessen, so Strathoff, würden aber auch Eltern mit systemrelevanten Beruf vollständig entlastet, die ihre Kinder in eine durchgängige Notbetreuung bringen konnten.

Minderbetrag von 28.000 Euro im Haushalt

Die Stadtverwaltung rechnet für die Monate Juni und Juli vorläufig mit einem Minderbetrag von 28.000 Euro, von denen das Land die Hälfte trägt.

Bereits am 5. Juni war, ebenfalls als Dringlichkeitsentscheidung, beschlossen worden, die Elternbeiträge im Zuge von COVID-19 für die Monate Juni und Juli 2020 zumindest zur Hälfte zu erlassen.

Hierzu hatte es noch eine entsprechende Empfehlung der Landesregierung und der kommunalen Spitzenverbände gegeben. Das Land hatte Anfang Juni bereits zugesagt, die Hälfte der kommunalen Ertragsausfälle zu erstatten.

Der am 17. Juni erstmals nach langer Pause wieder tagende Rat hatte die getroffene Dringlichkeitsentscheidung in seiner Sitzung am 17. Juni einstimmig genehmigt.

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