Ölheizung und kein Gasanschluss: Fröndenbergs Stadtwerke-Chef klärt über Situation auf

dzInformationsveranstaltung

Die Ölheizung ist ein Auslaufmodell. Viele Haushalte auch in Fröndenberg sind durch das Klimapaket der Bundesregierung verunsichert. Über die Situation in der Stadt wird Stadtwerke-Chef Bernd Heitmann aufklären.

Fröndenberg

, 07.01.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wer eine Ölheizung neu installieren will oder bereits eine Ölheizung besitzt, stellt sich derzeit eine Frage: Wie lange darf man in Deutschland noch mit Öl heizen? Das Klimapaket der Bundesregierung schiebt fossilen Brennstoffen nach und nach einen Riegel vor.

Kürzlich erst berichtete der Fröndenberger Siegfried Grüning von seinem Vorhaben, seine alte Ölheizung durch eine moderne Gasheizung austauschen zu wollen – weil kein Gasanschluss in seiner Straße liegt, sind diese Pläne voraussichtlich kurz- oder mittelfristig nicht realisierbar.

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Zur Sache

Regeln für Heizungen

  • Eine Austauschpflicht für alte und nicht mehr effiziente Heizungen gibt es bereits. Vorgaben, welche Heizungen wann ausgetauscht werden müssen, sind in der Energieeinsparverordnung festgelegt.
  • Als Faustregel gilt: Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, müssen ausgetauscht werden. Darüber hinaus sieht das Klimapaket für bestehende Ölheizungen keine weiteren Verschärfungen vor.
  • Laut Klimapaket dürfen aber ab dem Jahr 2026 generell keine neuen Ölheizungen mehr installiert werden, wenn sie ausschließlich den fossilen Brennstoff Öl als Energieträger nutzen.
  • In Kombination mit erneuerbaren Energien sind jedoch auch nach 2026 noch neue Ölheizungen erlaubt.
  • Solche sogenannten Hybridheizungen puffern Wärme aus Solarthermie und Ölheizung in einem Multifunktionsspeicher. Über integrierte Wärmetauscher wird die Energie dann für die Heizung und die Warmwasserbereitung eingesetzt.

Der SPD-Ortsverein Fröndenberg-West hat aus diesem Grund Stadtwerke-Geschäftsführer Bernd Heitmann für eine öffentliche Informationsveranstaltung gewonnen. Denn die einzelnen Stadtteile in Fröndenberg sind in sehr unterschiedlichem Maße an das Gasnetz angeschlossen.

Bei der Veranstaltung am Dienstag, 14. Januar, um 18 Uhr in den UKBS-Räumen in der Neuen Mitte Ardey wird Bernd Heitmann die wichtigsten Fragen rund um die Versorgungssituation beantworten:

Welche Versorgung gibt es bereits im Fröndenberger Westen?

Gibt es Ausbau-Perspektiven in den nicht versorgten Bereichen?

Welcher Zeitrahmen dafür wäre realistisch?

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