Pfarrer Mandelkow: „Stadtkirchentag hat anderes Kaliber als so ein Blümchenfest“

dzÖkumene in Fröndenberg

Ökumene wird schon lange in Fröndenberg gelebt – darauf weist Pfarrer Paul Mandelkow im Vorfeld des ersten ökumenischen Gemeindefestes hin. Für Stadtkirchentage fehle aber mittlerweile die Manpower.

Fröndenberg

, 13.09.2019, 04:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dechant Paul Mandelkow, derzeit auch kommissarisch Verwalter der vakanten Pfarrstelle in Fröndenberg, stößt sich im Vorfeld des ökumenischen Gemeindefestes in der Stadt an der Betonung der Erstmaligkeit.

„Das ist keine Idee, die noch keiner gehabt hat“, sagte Mandelkow mit Blick auf die kürzlich erschienene Berichterstattung dieser Redaktion. Dort war auch der frühere Pfarrer Norbert Wohlgemuth als einer der Initiatoren des ökumenischen Gemeindefestes genannt worden.

„Das hatte ein ganz anderes Kaliber als so ein Blümchenfest, das einen erheblich schlankeren Rahmen hat.“
Pfarrer Paul Mandelkow

Die Organisatoren auf katholischer und evangelischer Seite hatten darauf hingewiesen, dass das traditionelle Gemeindefest von St. Marien am Mauritiustag in diesem Jahr erstmals gemeinsam mit den Protestanten der benachbarten Stiftskirche gefeiert werde.

Das Motto lautet: „Wir gehören zusammen“. Dies sei auch schon die Überschrift über den beiden Stadtkirchentage der beiden Gemeinden 2009 und 2014 gewesen, sagte Mandelkow nun.

Pfarrer Mandelkow: „Stadtkirchentag hat anderes Kaliber als so ein Blümchenfest“

Pfarrer Paul Mandelkow betont, dass die Ökumene in Fröndenberg nicht erst mit dem ökumenischen Gemeindefest Ende September 2019 beginnt. © Pieper

Martin Treichel und der 2014 verstorbene Jürgen Dons seien damals die treibenden Kräfte hinter der ökumenischen Aktion gewesen. Annelie Richwin-Krause, Vorsitzende des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde Fröndenberg-Bausenhagen, hatte im Pressegespräch zum Gemeindefest auf den Stadtkirchentag hingewiesen, der „keine Tradition geworden“ sei.

Die Organisationskraft für einen Stadtkirchentag fehlt

Als Grund dafür vermutet Paul Mandelkow, „dass die, die Kärrnerarbeit gemacht haben, nicht mehr da sind“. Durch den Weggang der Pfarrer Hartmut Görler und Achim Heckel, mit denen man bei den Stadtkirchentagen sehr gut kooperiert habe, „ist auch das evangelische Personal ausgewechselt worden“.

Als Pastor habe man für die Vorbereitung solcher Projekte zu wenig Zeit und sei daher auf die Organisationskraft aus der Gemeinde angewiesen.

Mit den Stadtkirchentagen sei man jedenfalls ganz bewusst „vom Berg“ herunter zu den Menschen in die Stadtmitte gegangen. „Wir wollten aus den Kirchenmauern raus“, betont Pfarrer Mandelkow.

Mit dem ökumenischen Gemeindefest vom 20. bis 22. September wolle man sich zwar in diese Tradition eines guten Zusammenlebens der beiden Konfessionen stellen. 2009 und 2014 habe man indes mit unzähligen christlichen Gruppen bis zu den Kitas der Gemeinden etwas damit nicht Vergleichbares auf die Beine gestellt.

„Das hatte ein ganz anderes Kaliber als so ein Blümchenfest, das einen erheblich schlankeren Rahmen hat“, so Paul Mandelkow.

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