Der Fröndenberger Norbert Zimmering ergreift die Initiative und sucht Mitstreiter für ein Engagement in einem künftigen Fröndenberger Seniorenbeirat. © Archiv/Udo Hennes
Generationenbeirat für Fröndenberg

Norbert Zimmering treibt Generationenbeirat voran: „Politik sollte außen vor bleiben“

Norbert Zimmering treibt mit seiner Initiative „Mit uns für Fröndenberg“ die Gründung eines Generationenbeirates voran. Er wünscht sich eine starke Stimme für Senioren, Jugendliche und Behinderte.

Die Debatte um einen Beirat, der sich für die Belange von älteren und gehandicapten Menschen ebenso wie für solche der Jugend einsetzt, nimmt Fahrt auf: Norbert Zimmering sucht Mitstreiter für einen Generationenbeirat.

»Das ist nicht einfach nur eine fixe Idee.«

Norbert Zimmering

Zimmering, der selbst 25 Jahre lang Leiter eines Pflegeheims in Dortmund war, hatte bereits vor der Kommunalwahl gemeinsam mit Birgit Mescher, Seniorenbeauftragte der Stadt, den Impuls für eine solche Interessenvertretung gegeben und Gespräche mit Lokalpolitikern geführt.

Ideen sammeln und über Umsetzung wachen

Aus Zimmerings Sicht könnte ein Beirat Empfänger von Anregungen und Hinweisen aus der Bürgerschaft und praktisch als Mittler zur Bürgermeisterin fungieren. Er solle auch darüber wachen, dass sich Rat und Verwaltung mit den Ideen, Wünschen und Vorschlägen tatsächlich befassen.

Ein solcher Beirat solle seiner Ansicht nach aus der Bürgerschaft gegenüber dem Rat angeregt werden und Rat und Verwaltung gleichermaßen beraten.

In dieser Form eines festen Gremiums falle es auch leichter, das Miteinander der Generationen – und sicherlich damit auch das Verständnis füreinander – in der Stadt zu fördern, der Beirat könne beispielsweise gemeinsame Veranstaltungen oder Ausflüge organisieren.

Studium der Altersforschung an der TU Dortmund

Norbert Zimmering, 2019 für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit im sozialen Bereich mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, hat im vergangenen Oktober ein Seniorenstudium zur Altersforschung an der TU Dortmund aufgenommen und beschäftigt sich in diesem Rahmen auch mit dem Thema bürgerschaftliches Engagement.

Wichtig, so Zimmering, sei bei Initiativen stets, dass sich Akteure einbringen, die „ein echtes Interesse haben mitzuarbeiten“. Wer sich also zu Fragen für eine senioren-, behinderten- und jugendgerechte Stadt immer schon einmal mit Rat und Tat einbringen wollte, hätte in einem Generationenbeirat die Gelegenheit dazu.

Kontakt zu Norbert Zimmering
  • Bürgerinnen und Bürger, die Interesse an einer Mitarbeit in einem künftigen Fröndenberger Generationenbeirat haben, können sich per E-Mail an Norbert Zimmering wenden: norbert.zimmering@gmail.com.
  • Zimmering sagt zu, jeweils persönlichen Kontakt telefonisch oder per E-Mail aufnehmen. Gern nehme er auch schon Themenwünsche und Anregungen entgegen, wo ein Generationenbeirat sinnvoll tätig werden kann.

Weil es gerade um eine Zuarbeit für den Rat gehe und Doppelfunktionen daher unglücklich wären, wolle er vermeiden, dass in dem Gremium Ratsleute sitzen. „Parteipolitik sollte außen vor bleiben“, findet Zimmering, der auch Ombudsmann für alle Pflege- und Behinderteneinrichtungen im Kreis Unna ist und in dieser Funktion beispielsweise als Mediator bei Konflikten gefragt ist.

Bürgerantrag mit Vorschlagsliste einbringen

Dass sich SPD- wie CDU-Fraktion nach einem Antrag der FWG für einen Seniorenbeirat sogar für einen Generationenbeirat ausgesprochen hätten und damit „auf den fahrenden Zug aufgesprungen“ seien, begrüße er aber sehr.

Erste Ansprechpartnerin bei seinem Ansinnen sei für ihn Bürgermeisterin Sabina Müller. Ihr möchte er bestenfalls einen Bürgerantrag auf Gründung eines Seniorenbeirates durch den Stadtrat sowie auch bereits eine Vorschlagsliste mit interessierten Mitgliedern vorlegen.

Mit seinem Slogan „Mit uns für Fröndenberg“ wolle er das Motiv für diese Initiative deutlich machen: Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements, in dem sich alle gesellschaftlichen Gruppen wiederfinden.

Über den Autor
Redaktion Fröndenberg
Geboren 1972 in Schwerte. Leidenschaftlicher Ruhrtaler. Mag die bodenständigen Westfalen. Jurist mit vielen Interessen. Seit mehr als 25 Jahren begeistert an lokalen Themen.
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Marcus Land
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