Neugestaltung des Marktplatzes: Zukunft der Rankbögen unsicher

dzInnenstadt

Sollen die Rankbögen auf dem Marktplatz bei der anstehenden Umgestaltung von Fröndenbergs „guter Stube“ erhalten bleiben? Darüber gehen die Meinungen auseinander.

Unna

, 12.09.2019, 16:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer den Marktplatz in Fröndenberg betritt, dem fallen Rankbögen auf. Dort, wo die Karl-Wildschütz-Straße auf den Markt trifft und an der Einmündung Im Stift wachsen rankende Pflanzen an großen Metallbögen, die auch von Autos durchquert werden können.

Die Marktquerung soll im Zuge der Umgestaltung entfallen, aber sollen dann auch die Rankbögen verschwinden? Die Meinungen dazu gehen auseinander, das zeigte sich zuletzt im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt. Dort stellte die für die Neugestaltung zuständige Landschaftsarchitektin Susanne Weihrauch die neueste Planung vor.

Planerin empfiehlt Entfernung

Geht es nach der Planerin, verschwinden die Bögen. „Ich bin immer für Grün in der Stadt. Und wären das wirklich toll begrünte Bögen, würde ich da auch nicht dran gehen. Aber so sind sie einfach nicht schön“, sagte Weihrauch. Sie plädiert für ein „Aufräumen“ des Marktplatzes und argumentiert zudem, dass mit einem Entfernen der Blick in Richtung Karl-Wildschütz-Straße und die dort stehenden Bäume geweitet werde.

Außerdem soll das Highlight des neuen Marktplatzes das Wasserspiel sein. Für die Augen von Passanten würden die Bögen möglicherweise damit konkurrieren. Weihrauch setzt darauf, dass die Immobilienbesitzer wie bisher auch selbst für Grün in der Stadt sorgen.

Diskussion um Fassaden

Im Ausschuss bekam die Planerin viel Unterstützung, wenngleich etwa SPD-Ratsherr Helmut Köppe darauf verwies, dass die Rankgitter den Blick auf wenig ansprechende Fassaden verdecke. Konkret geht es um eine gekachelte Außenwand eines Eckhauses.

Die Planerin hat einen anderen Blick. Sie verbindet mit der Umgestaltung im Zentrum, dass sich auch im Umfeld etwas tut: „Das kann ein Auslöser dafür sein, dass in der Folge auch Hausbesitzer investieren.“ Sie verwies darauf, dass es Fassadenprogramme gebe, mit denen solche Maßnahmen gefördert würden.

Tatsächlich gibt es ein solches Fassadenprogramm auch in der Ruhrstadt. Allerdings ist es eher schleppend angelaufen – im ersten Halbjahr gingen bei der Stadtverwaltung lediglich fünf entsprechende Anträge ein.

Infos zu Förderchancen

Die Stadtverwaltung war selbst in die Offensive gegangen und hatte 85 Immobilienbesitzer, die Häuser im Förderbereich haben, über das Programm informiert. Auf der Internetseite der Stadt gibt es alle Informationen zu den Förderrichtlinien. Auch die Antragsformulare können dort heruntergeladen werden.

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