Neuer Kiosk fürs Freibad Dellwig mit Süßkartoffel-Pommes, Salat und Curry-Wurst

dzVorbereitung auf Badesaison

Nach mehreren Jahren mit Pächter wird der Freibadverein seinen Kiosk in der kommenden Saison erstmals selbst betreiben. Dazu spendet ein Imbiss aus Neuenrade große Teile seines Inventars.

Fröndenberg

, 29.02.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit der vereinsintern ausgiebig diskutierten Entscheidung, den Kiosk in der kommenden Saison selbst zu betreiben, möchte sich der Freibadverein wirtschaftlich besser aufstellen. Das Geschäft sei im vergangenen Jahr nicht so gut gelaufen. Wenn nun Vereinsmitglieder und Ehrenamtliche an der „Pommesstraße“ stehen, sollte etwas mehr für die Freibadkasse übrig bleiben, verspricht sich Dirk Weise, Geschäftsführer des Freibads. Dafür bietet er seinen Badegästen auch ein neues kulinarisches Konzept.

In diesen Tagen ziehen befreundete und beauftragte Handwerker sowie Vereinsmitglieder wie jeden Winter wieder an einem Strang, um das Bad für die Saison herzurichten. Bevor das Team mit der Beseitigung kleinerer Sturmschäden und den Standardarbeiten, die jedes Frühjahr rund ums Becken anfallen, beginnt, ist als erstes der Umbau des alten Kiosks an der Reihe.

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Der Kiosk wird mit neuem Anstrich, neuer Elektrik sowie neuen Geräten generalüberholt. Dabei profitiert der Freibadverein von einem glücklichen Zufall: Weil inzwischen moderne Registrierkassen gefordert werden, Stichwort Bonpflicht, machte sich Patricia Nobis-Wright bei Ebay auf die Suche nach einem günstigen gebrauchten Modell. Und stieß dabei auf das Angebot eines Imbiss-Betreibers aus Neuenrade.

Metallbaumeister Ralf Höttler sorgte unter anderem dafür, dass der neue Kiosk eine ordentliche Theke bekommt.

Metallbaumeister Ralf Höttler sorgte unter anderem dafür, dass der neue Kiosk eine ordentliche Theke bekommt. © Hornung

Im Gespräch kristallisierte sich heraus, dass Michael Winkler, der Betreiber des „Neuenrader Kult-Imbiss“ Schlemmer-Ranch – wie die dortige Presse titelt – sein gesamtes Geschäft aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. Er hatte also noch viel mehr Imbiss-Inventar abzugeben. Und weil Familie Winkler so von der Idee des Freibadvereins überzeugt war, tat sie das weit unter dem Preis, den gebrauchte Fritteuse und Co. ansonsten noch erzielt hätten.

Technischer Stand von 1973

Vor Beginn der Arbeiten war der Kiosk auf dem technischen Stand von 1973. Im Bereich Elektrik, den René Hobitz regelmäßig fürs Freibad übernimmt, galt es auf Nummer sicher zugehen: Die Geräte müssen einzeln gesichert werden, für Überspannungsschutz und Brandschutz ist zu sorgen. Im Kiosk haben dann Handwerker, aber auch Vereinsmitglieder und -freunde wie Wolfgang Weise, Dirk Mühlpfordt oder Dominik Birkenfeld mit angepackt.

Elektriker René Hobitz musste alle Anschlüsse im Kiosk erneuern, damit es auf der Pommesstraße keinen Kurzschluss gibt.

Elektriker René Hobitz musste alle Anschlüsse im Kiosk und den Sicherungskasten erneuern, damit es auf der Pommesstraße keinen Kurzschluss gibt. © Hornung

Wenn die Temperaturen steigen soll der neue Kiosk nicht nur mit neuer Optik und neuen Geräten, sondern auch mit neuem Konzept überzeugen. „Wir setzen auf frische, zum Teil regionale Produkte“, lässt Dirk Weise vorausblicken. Bedeutet: Die Lebensmittel werden aus Sundern geliefert, frische Pommes beispielsweise. Tiefkühlware sei nicht gut fürs Fritteusenfett. Die Wurst für Brat- und Currywurst stammt aus der Fleischverarbeitung Jedowski in Unna.

Auch an Vegetarier und Veganer wird gedacht

Dazu kommt Gesundes wie etwa Salat auf den Speiseplan. „Wir wollen auch die Vegetarier und Veganer ansprechen“, sagt Dirk Weise, der sogar über veganes Eis nachgedacht hat. Wenn danach gefragt werde, ließe sich darüber durchaus reden. Außerdem gibt‘s Süßkartoffelpommes als Alternative zu normalen Kartoffelstäbchen. Unterm Strich sollen sich die Kunden, die an heißen Sommertagen mehrmals die Woche kommen, auch kulinarisch nicht langweilen.

Wolfgang Weise hat das Häuschen, in dem sich die Wassertechnik für das Kinderbecken befindet, neu mit Holz verkleidet.

Wolfgang Weise hat das Häuschen, in dem sich die Wassertechnik für das Kinderbecken befindet, neu mit Holz verkleidet. © Hornung

Rund zehn freiwillige Helfer haben sich bereits gefunden. Die frohe Kunde vom neuen Kiosk-Konzept habe sich in Fröndenberg schnell verbreitet. Es können aber immer noch Freiwillige dazustoßen, bei der Mithilfe im Kiosk auch ein kleines Taschengeld verdienen.

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