Viel Bewegung trotz Corona – neue Treffpunkt-Leiterin möchte Medienkompetenz vermitteln

dzTreffpunkt Windmühle

Während viele Kulturveranstaltungen ausfallen, bemüht sich der Treffpunkt Windmühle unter neuer Leitung, ein abwechslungsreiches Programm zu bieten. Dazu zählt auch politische Bildung im Vorfeld der Kommunalwahl.

Fröndenberg

, 02.09.2020, 17:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit August hat Ilka Essers die Leitung der Kreisjugendeinrichtung Treffpunkt Windmühle in Fröndenberg inne. Nicht nur der ehemalige Leiter Thomas Reimann, sondern auch die Mitarbeiterin Ramona Jacobs-Reichert, die das Kinder- und Jugendbüro Fröndenberg führte, hatte im Vorfeld den Treffpunkt verlassen. Diese Aufgabe übernimmt jetzt Treffpunkt-Mitarbeiterin Yvonne Romé.

Ilka Essers (vorne) ist überraschend Nachfolgerin von Thomas Reimann geworden.

Ilka Essers (vorne) ist überraschend Nachfolgerin von Thomas Reimann geworden. © Kreis Unna

Das Team der drei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen auf dem Mühlenberg besteht jetzt aus Ilka Essers, Yvonne Romé und Mareike Born. Seit Dienstantritt von Ilka Essers arbeiten alle auf dem Mühlenberg daran, ein Programm für die zweite Jahreshälfte auf die Beine zu stellen, das trotz Coronavirus möglichst viel Publikum anspricht.

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Dabei müssen die Gruppen klein gehalten, die Angebote räumlich entzerrt werden. Zusätzlich zu dem Nähkurs am Montag gibt es etwa einen zweiten für Anfänger am Dienstag. Kreativ-Angebote wie Töpfern und Papierschöpfen stehen wieder auf dem Programm, genauso wie der Schlagzeugunterricht am Freitag und der Kulturrucksack, der in Kooperation mit der Stadt Menden einige Veranstaltungen auf den Mühlenberg bringt.

Tanzen mit dem Kulturrucksack

So etwa einen Tanz-Workshop, bei dem sich Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 14 Jahren jeweils donnerstags von 18 bis 20 Uhr in verschiedenen Tanzstilen ausprobieren können. Kursbeginn ist der 3. September.

Im November soll es wie jedes Jahr wieder einen Theaterworkshop geben, bei dem Kinder gemeinsam mit dem Theaterensemble „Theaterspiel“ ein eigenes Stück entwickeln.

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Bereits für den 26. September ist die Nachtfrequenz – die Nacht der Jugendkultur – terminiert, an der sich der Treffpunkt Windmühle mit Graffiti-Workshop, Fifa-Turnier und Kreativ-Workshop beteiligt.

„Jugend und Politik“ läuft jetzt weiter

Bereits vor einem Jahr ist das Kinder- und Jugendbüro mit der Reihe „Jugend und Politik“ an den Start gegangen. Während der Corona-Krise sind einige Termine und Ausflüge ausgefallen. Das Angebot soll nun vor allem mit Blick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen wieder aufgenommen werden.

Am 8. September bietet der Treffpunkt zum Beispiel einen Workshop speziell zu den Wahlen an. Erstwähler sind angesprochen – und erfahren alles Wissenswerte.

Light-Painting machte in den Sommerferien auch mit Abstand Spaß.

Light-Painting machte in den Sommerferien auch mit Abstand Spaß. © Udo Hennes

Eine ausgefallene Fahrt zum Bundestagsbesuch nach Berlin soll nachgeholt werden. In Kooperation mit der Gesamtschule simuliert das Treffpunkt-Team gemeinsam mit den Elftklässlern der GSF einen Besuch im Wahllokal. Unter dem Titel „Wenn ich König von Deutschland wäre“ entwickeln Teilnehmer eines weiteren Angebots ein Theaterstück, in das die Wünsche der Kinder und Jugendlichen für die Bundespolitik mit einfließen.

Die Reihe zur politischen Bildung wird von den Jugendlichen mit dem Smartphone gefilmt. Zum Abschluss soll eine kleine Dokumentation aus den Videoschnipseln zusammengeschnitten werden.

Anmeldung

Programm ist nicht in Stein gemeißelt

  • Ein gedrucktes Programm, mit einer vollständigen Übersicht des Angebots gibt es für das zweite Halbjahr nicht.
  • Das Coronavirus erschwert die Planung. Die Spielregeln ändern sich auch für das Treffpunkt-Team ständig.
  • Die aktuellen Termine werden in Form eines Wochenprogramms auf der Facebookseite des Treffpunkts veröffentlicht.
  • Außerdem lohnt es, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort anzusprechen, anzurufen unter Tel. (02373) 71213 oder eine E-Mail zu schreiben an die neue Adresse treffpunkt-windmuehle@kreis-unna.de

Ilka Essers hat sich zum Start im Treffpunkt vorgenommen, Medienkompetenz zu vermitteln. Das möchte sie gemeinsam mit dem Sozialen Netzwerk Mühlenberg tun. In Gesprächen habe Sie erfahren, dass sich Eltern sehr für die Nutzung von Neuen und Sozialen Medien interessieren. Das Smartphone lasse sich ja heutzutage nicht mehr verbieten. Jetzt gelte es, den Eltern Tipps zu geben, Brücken zu bauen.

Nicht zuletzt soll auch die Weihnachtsfeier nicht unter dem Coronavirus leiden. Nach aktuellem Stand wird es ein Theaterstück geben. Nicht auf dem Mühlenberg, sondern in der Schützenhalle Hohenheide – aber mit den beliebten Weihnachtstüten.

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