Eine Drehleiter ist auch bei der Feuerwehr Fröndenberg im Einsatz. Allerdings ist diese schon in die Jahre gekommen. Mittlerweile gibt es technische Entwicklungen. Daher soll die Leiter ersetzt werden. © dpa (Symbolfoto)
Freiwillige Feuerwehr

Neue Drehleiter steht auf der Einkaufsliste der Stadt Fröndenberg

Rund 800.000 Euro soll die Stadt Fröndenberg einplanen, um eine neue Drehleiter für die Freiwillige Feuerwehr anzuschaffen. Das aktuelle Fahrzeug ist in die Jahre gekommen.

In 20 Jahren kann viel passieren. Das zeigt sich deutlich an der Automobilbranche. Ein Auto, das vor 20 Jahren gebaut worden ist, ist technisch nicht mehr mit den heutigen Neuwagen zu vergleichen. Ähnlich verhält es sich mit den Fahrzeugen der Feuerwehr. Auch hier gibt es technische Fortschritte und Innovationen.

Der Brandschutzbedarfsplan der Stadt Fröndenberg gibt vor, wie alt ein Fahrzeug sein darf, dass für die Feuerwehr im Einsatz ist. Die Drehleiter hat ihren Dienst nun getan und soll ausgetauscht werden.

»Es gibt mittlerweile Leitern, die sind abknickbar, um näher ans Gebäude heranzukommen.«

Jörg Sommer

Zwei Jahre Lieferzeit

Rund 800.000 Euro könnte die neue Drehleiter kosten. Das geht aus einer Vorlage hervor, die den Mitgliedern des Finanzausschusses am 27. Oktober in ihrer Sitzung vorgelegt wird und über die sie abstimmen müssen. Wird einer solchen Anschaffung zugestimmt, folgt die Ausschreibung. Bis die Feuerwehrleute dann in ihrem neuen Wagen sitzen, wird es aber mindestens bis 2023 dauern. „Ein neues Fahrzeug hat anderthalb bis zwei Jahre Lieferzeit“, erklärt Jörg Sommer, Leiter der Feuerwehr Fröndenberg.

Er weiß auch, was sich in den letzten Jahren technisch an den Fahrzeugen getan hat: „Es gibt mittlerweile Leitern, die sind abknickbar, um näher ans Gebäude heranzukommen.“ Ein derartiges Fahrzeug wurde etwa vor zwei Jahren in Holzwickede für die dortige Wehr angeschafft und kostete dereinst gut 650.000 Euro. Ob es so eine allerdings werden wird, darüber muss in den kommenden Wochen diskutiert werden.

Kostspielige Wartungsarbeiten

Bevor die derzeitige Drehleiter ausgemustert wird, hat sie aber erst noch einen routinemäßigen Eingriff über sich ergehen lassen müssen. Alle zehn Jahre, berichtet Sommer, müssen die Hydraulikschläuche komplett getauscht werden. „Das Geld, was wir jetzt investiert haben, ist erforderlich gewesen, um den Standard, den wir jetzt haben, beizubehalten.“

Dabei sei es egal, ob die Schläuche kaputt seien oder nicht. Getauscht werden müssen sie trotzdem. Und das ist teuer. Doch nicht umsonst. Denn ist eine neue Drehleiter angeschafft, wird die alte veräußert.

Nicht das einzige Fahrzeug, das laut Brandschutzbedarfsplan in den kommenden Jahren den Besitzer wechseln wird. Die Fröndenberger Feuerwehr wird auch einen Gerätewagen Gefahrgut aus dem Jahr 1989 ersetzen sowie ein Hilfeleistungslöschfahrzeug, das in Frömern stationiert ist und aus dem Jahr 1997 stammt.

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