Netzwerkerweiterung für Windkraft: Stadtwerke kündigen Nachtarbeiten an

dzRegenerative Energie

Die Stadtwerke ertüchtigen ihr Kabelnetz, um Fröndenberg fit zu machen für erneuerbare Energie. Jetzt wird das letzte Stück eines neuen Kabels bis zum Wasserwerk in Schwitten verlegt.

Fröndenberg

, 12.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Im Rahmen der laufenden Kabelnetzerweiterung für das örtliche Stromnetz werden am Wochenende, 12. bis 14. Juli, über Nacht Tiefbauarbeiten in der Unterstadt von Fröndenberg durchgeführt, vermelden die Stadtwerke. Betroffen davon sei aber lediglich die Westicker Straße im Bereich Einmündung Ostmarkstraße.

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Die Stadtwerke haben die Anwohner bereits mit Handzetteln informiert.

Das sogenannte Windkabel, das die Energie der Windräder bei Ostbüren ans örtliche Stromnetz bringen soll, wurde bereits bis runter zum Edeka an der Alleestraße verlegt. Nun folgt das letzte Stück bis zum Umspannwerk am Wasserkraftwerk Schwitten.

Möglicherweise dauern die Arbeiten zwei Nächte lang

Dafür werden nächtliche Tiefbauarbeiten notwendig. Diese waren zunächst für die Nacht von Freitag, 12. Juli, auf Samstag,13. Juli, geplant. Eventuell werde aber auch noch die Nacht von Samstag auf Sonntag, 14. Juli, für die Arbeiten benötigt, teilen die Stadtwerke mit.

Durchgeführt werden die Straßenbauarbeiten von heimischen Tiefbaufirmen, die von den Stadtwerken beauftragt worden sind.

Grund für die Nachtaktivitäten ist die erforderliche Querung der stark befahrenen Landstraße. Um den Autoverkehr so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, haben sich die Projektleiter entschlossen, die Arbeiten in die verkehrsarme Nachtzeit zu verlegen.

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Der Ausbau des Mittelspannung-Kabelnetzes (30 Kilovolt Spannung) ist zum einen erforderlich, weil die Materialien routinemäßig ausgetauscht werden müssen, um der drohenden Ermüdung vorzubeugen.

Die gesamte Maßnahme wird noch den Sommer über dauern

Andererseits müssen die innerstädtischen Netze im Zuge der Energiewende immer mehr Stromlast aufnehmen und für diese Anforderung entsprechend dimensioniert sein. Dabei könnte das Netz in Fröndenberg bald an Kapazitätsgrenzen stoßen. „Das aktuelle Wochenend-Nachtarbeitsprojekt ist somit Teil einer größer angelegten Maßnahme, die noch den ganzen Sommer über andauern wird“, kündigen die Stadtwerke an.

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In Fröndenberg gab es Stand Ende 2018 rund 600 dezentrale Erzeugungsanlagen – darunter etwa 550 Solaranlagen, zusätzlich Strom aus Wind- und Wasserkraft. Noch funktioniere das Netz dennoch gut, es müsse aber ausgebaut werden, um auch in Zukunft sicher zu funktionieren, erklärte Stadtwerke-Geschäftsführer Bernd Heitmann die Arbeiten bereits zu Beginn. Denn es wird er wartet, dass der Trend hin zu noch mehr dezentralen Erzeugern geht.

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