Naturstein und Tropenholz für den neuen Fröndenberger Marktplatz

dzInnenstadt

Die Umgestaltung des Fröndenberger Marktplatzes wird immer konkreter. Die Planerin Susanne Weihrauch hat jetzt Details vorgestellt. Auch Steine und Sitzmöbel wurden erstmals gezeigt.

Fröndenberg

, 11.09.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer die Chance nutzte und vor der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt die Musterpflasterung für den neuen Marktplatz anschaute, der bekommt schon ein gutes Gefühl dafür, wie sich der Bereich verändern wird. Und sogar Probesitzen auf Holzmöbeln war möglich.

Die Planerin Susanne Weihrauch vom Büro „[f] landschaftsarchitektur“ war erneut nach Fröndenberg gekommen, um der Politik neue Details vorzustellen. Und tatsächlich gibt es auch einige Änderungen.

Natursteinpflaster in beige und grau

Für die Pflasterung sehen die Planungen einen portugiesischen Granitstein vor. Er soll in unterschiedlichen Größen dafür sorgen, dass das Bild auf dem Markt, aber auch auf den anderen Flächen aufgelockert ist.

Naturstein und Tropenholz für den neuen Fröndenberger Marktplatz

Diese beiden Möglichkeiten der Entwässerung stehen zur Wahl. Politiker, Verwaltungsmitglieder und Planerin bevorzugen den Naturstein (vorne). © Udo Hennes

Auch die Entwässerungsrinnen sollen mit Naturstein gestaltet werden. Eine ebenfalls gezeigte Betonrinne stieß im Ausschuss auf keine gute Resonanz. Kritisiert wurde, dass Beton optisch nicht passe. Allerdings bedeutet die Nutzung von Naturstein auch, dass an den Entwässerungsstreifen ein Versatz von etwa einem Zentimeter auftaucht. Das gilt aber noch als barrierefrei und stellt weder für Rollstühle noch für Rollatoren oder Kinderwagen ein Hindernis dar.

Sitzelemente aus Tropenholz

Die Sitzgelegenheiten sollen aus Tropenholz gefertigt werden. Zwar wäre auch die Nutzung von Douglasie oder anderen heimischen Holzarten möglich, doch spricht die Haltbarkeit für das Tropenholz. Fachbereichsleiter Martin Kramme, früher selbst Gegner von Tropenholz, verwies darauf, dass es zertifiziert sei. In Sachen Nachhaltigkeit werde die Stadtverwaltung aber auch noch weitere Recherchen anstellen.

Im Bereich der Linde sollen lange Bänke mit unterschiedlichen Lehnenpositionen aufgestellt werden. „Da können sich dann mehrere Grüppchen und Menschen jeden Alters aufhalten“, erklärte Weihrauch im Ausschuss.

Papierkörbe bestehen Check

Zur Möblierung der Innenstadt gehören auch neue Papierkörbe. Sie verfügen über einen integrierten Aschenbecher, damit möglichst wenige Filter achtlos weggeschnippt werden. Die Stadtwerke haben geprüft, ob die Körbe gut zu leeren sind, und ihr Ok gegeben.

Fahrradständer sind als Bügel in eckigem Design oder mit Abrundungen denkbar. Die Tendenz geht aber in Richtung der eckigen Variante.

Terrorabwehr mit Pollern

Zur Terrorabwehr sollen an der nördlichen Grenze des Marktplatzes Poller aufgestellt werden. Sie sind unterirdisch mit einem speziellen Schutzsystem verbunden. Das bedeutet aber auch, dass die Poller jenseits der Palisadenwand aufgestellt werden müssen. Versorgungsleitungen und Baumwurzeln sind die Gründe dafür. Der Gehweg an der Alleestraße wäre dann nicht mehr nutzbar. „Die Menschen müssten einen kleinen Umweg von wenigen Metern über den Markt machen“, erklärte Kramme.

Harthaer Straße noch weiter verlängern

Die Harthaer Straße soll noch ein Stück weiter verlängert werden als bisher angedacht und schrittweise verengt werden. Die mit versenkbaren Anti-Terror-Pollern gesicherte Zufahrt bleibt aber breit genug für die Marktbeschicker. Durch die Veränderung entsteht mehr Raum für Grünflächen. Die vorhandene Mauer verschwindet.

Fontänenfeld vergrößert

Das Wasserspiel auf dem Marktplatz soll größer werden, damit es schon beim Betreten des Platzes aus allen Richtungen sichtbar ist. Es soll das Highlight des Marktplatzes werden.

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