Die Einkäufe bis vor die Haustür liefern lassen: In Fröndenberg haben die Menschen davon im zweiten Lockdown auch wieder Gebrauch gemacht. © picture alliance/dpa
Shopping in Fröndenberg

Nachfrage bei Supermarkt-Lieferdiensten trotz zweiten Lockdowns nicht gestiegen

Einige Supermärkte in Fröndenberg bieten Lieferservice an. Der erste Lockdown machte sich deutlich bemerkbar, der zweite verläuft hingegen nach einem anderen Schema.

Wer dieser Tage in den Kühlschrank schaut, überlegt sich vielleicht zweimal, ob er noch einkaufen muss oder ob die Vorräte reichen. Mit dem ersten Lockdown im Frühjahr wurden die Fröndenberger vorsichtig, in vielen Supermärkten wurde der Lieferservice öfter in Anspruch genommen, weil die Fröndenberger ihre Häuser nicht verlassen wollten. Doch versuchen sich die Leute auch während des zweiten Lockdowns zu isolieren?

Die Antwort darauf ist nicht einfach. Rewe Bielermeyer in Langschede zum Beispiel berichtet, dass die Inanspruchnahme des Lieferdienstes wieder zugenommen hat. „Teils wegen des Lockdowns, aber auch teils wegen der Quarantäne“, sagt eine Mitarbeiterin. Denn die Supermärkte beliefern auch die Fröndenberger, die sich gerade in Quarantäne befinden und deshalb die eigenen vier Wände nicht verlassen dürfen.

Viele Hilfsdienste ersetzen Lieferdienst

Der Edeka-Isselmarkt in der Stadtmitte hingegen hat keine großartige Zunahme an Anfragen für den Lieferservice feststellen können, wie Geschäftsführerin Martina Scholz erzählt. „Da war beim ersten Lockdown eine größere Anfrage. Das war viel extremer.“ Laut ihr bestellen vor allem die Stammkunden, die den Lieferservice auch vor Corona schon in Anspruch genommen hatten, auch weiterhin ihren Bedarf bis vor die Haustür.

Den Grund dafür kann sie sich vorstellen. Im Frühjahr habe der Lockdown viele Fröndenberger unvorbereitet getroffen. Mittlerweile gebe es viele Hilfsdienste, die die Fröndenberger unterstützen. „Deswegen gibt es auch weniger Bedarf in der Stadt, sich das Essen liefern zu lassen.“

Mehr Dinge des täglichen Bedarfs geordert

Allerdings scheint das nur für Teile Fröndenbergs zu gelten. Rewe in Langschede erzählt jedenfalls von ebenso hohen Anfragen wie im Frühjahr. „Der erste und zweite Lockdown, da tut sich nicht viel“, sagt die Mitarbeiterin. Nach dem ersten Lockdown sei die Nachfrage abgeflacht. Vor Weihnachten sei es dann auf ein ähnlich hohes Niveau wie im Frühjahr gestiegen.

Nur die Bestellungen, die haben sich geändert. „Das kann man absolut nicht mehr mit dem ersten Mal vergleichen“, sagt Scholz vom Edeka. „Es werden keine bestimmten Sachen mehr bestellt wie Klopapier oder Nudeln, bei denen die Leute beim ersten Mal Angst hatten, sie kriegen sonst nichts.“ Stattdessen würden die Fröndenberger vielmehr Dinge des täglichen Bedarfs per Lieferservice bestellen, wie beide Märkte berichten.

Über die Autorin
Redaktion Fröndenberg / Holzwickede
Jahrgang 1995, aufgewachsen am Rande Mendens mit mehr Feldern als Häusern drumherum. Zum Studieren nach Köln gezogen, 2016 aber aus Sehnsucht ins Sauerland zurückgekehrt. Hat in der Grundschule ihre Liebe ans Schreiben verloren und ist stets auf der Suche nach spannenden Geschichten.
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Lisa Dröttboom
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