Nach Unfällen soll für die Fröndenberger Bismarckstraße Tempo 30 durchgesetzt werden

dzStraßenverkehr

Parkende Autos versperren an den Einmündungen zur Bismarckstraße die Sicht. Zudem wird sie schon vor der Auszeichnung als Einbahnstraße wie eine befahren. Deshalb sollen Autofahrer nun runter vom Gas.

Fröndenberg

, 08.02.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadtverwaltung hat die Verkehrssituation im Bereich Bismarckstraße überprüfen lassen, weil sie von Bürgern als „unübersichtlich“ geschildert wurde.

Anwohner berichteten von zahlreichen brenzligen Situationen im Einmündungsbereich Bismarckstraße/Graf-Adolf-Straße, in denen es beinahe zu Unfällen gekommen sei. Denn Autofahrer, die auf der Bismarckstraße mit Vorfahrt unterwegs sind, nutzen bereits ab Hausnummer 5 die Gegenfahrbahn, obwohl die Straße erst ab der Einmündung der Graf-Adolf-Straße zur Einbahnstraße wird. Auch an den weiteren Einmündungen zur Bismarckstraße sei es häufig gefährlich geworden, weil die Sicht durch parkende Autos erschwert werde.

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Bei der Straßenverkehrsbehörde des Kreises Unna hatte die Stadt beantragt, dass die zugelassenen Höchstgeschwindigkeit in der Bahnhofstraße auf Tempo 30 reduziert wird. Auch für Ruhrstraße und Bismarckstraße (zwischen den Einmündungen Mendener Straße und Graf-Adolf-Straße) sollte Tempo 30 angeordnet werden. Auf der Bismarckstraße westlich der Einmündung Graf-Adolf-Straße sollte eine durchgezogene Linie zur Begrenzung der Fahrstreifen aufgebracht werden. Zudem wollte die Stadt im westlichen Bereich der Bismarckstraße das Parken mit einer Zick-Zack-Linie begrenzen lassen.

Stadt, Kreis und Polizei schauten sich die Situation vor Ort an

Vertreter der Straßenverkehrsbehörde des Kreises Unna, der Kreispolizeibehörde Unna und der Stadt haben sich die Situation vor Ort Ende Januar angeschaut. Die Gruppe nahm auch den weiteren Verlauf der Bismarckstraße unter die Lupe, weil sich Verkehrsunfälle im Bereich Wasserwerkstraße tatsächlich häufen.

Noch handelt es sich nicht um einen „Unfallschwerpunkt“. Weiteren Unfällen möchten Stadt, Kreis und Polizei allerdings vorbeugen. Auch in diesem Bereich sind ordnungsgemäß geparkte Fahrzeuge das Problem. Doch die Parkflächen werden benötigt, weil sich in der Wasserwerkstraße eine Zahnarztpraxis befindet.

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Ergebnis des Ortstermins: Die zugelassene Höchstgeschwindigkeit auf der gesamten Länge der Einbahnstraße kann, sofern sich die Politik für diese Maßnahme entscheidet, auf 30 Stundenkilometer herabgesetzt werden.

Erörtert wurde in diesem Zusammenhang, ob die südlich der Bismarckstraße angelegten Tempo-30-Zone erweitert werden sollte. Dies hätte zur Folge, dass an allen Einmündungen die Vorfahrtsregelung „Rechts vor Links“ gelten würde. Doch das könnte zu weiteren Unfällen führen.

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