Nach Pfarrerrücktritt: kfd St. Marien wirbt für die eigene Sache: Neue Mitglieder erwünscht

dzInfos im Gemeindezentrum

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands macht sich aktuell für eine geschlechtergerechte Kirche stark, kämpft in Fröndenberg und überregional für eine Modernisierung der Institution.

Fröndenberg

, 20.08.2019, 15:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ilona und Gerda Degenhardt von der kfd St. Marien haben am Montag langjährige und potenzielle Neumitglieder über die Arbeit der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands informiert. Für was steht die kfd? Was ist ihr Leitbild? Welche Themen bewegen die kfd – bundesweit, in der Diözese und vor Ort in der Gemeinde? Was hat sie erreicht, wobei hat sie kirchlich und politisch schon mitwirken können, waren die Fragen, die es zu klären galt.

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Die kfd St. Marien war es, die sich nach dem Rücktritt des Pfarrers Norbert Wohlgemuth zügig zur Sache positioniert und eine Protestaktion an der Kirche organisiert hat. Damit ist das Wirken der Frauengemeinschaft auf allgemeines Interesse gestoßen. Sonst liege die Arbeit der katholischen Frauen doch eher im Verborgenen, empfindet es die kfd selbst.

Frauen haben die Mütterrente durchgesetzt

Und das finden die Frauen der kfd St. Marien um Karin Schmidt nicht gut. Kaum einer wisse, dass die katholischen Frauen auch abseits des Falls Wohlgemuth politisch auf den Plan treten, beispielsweise die Mütterrente durchgesetzt haben. Zwar waren nur rund 15 Frauen zum Treffen am Montag erschienen, „aber die Resonanz war gut“, resümiert Karin Schmidt.

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Im Anschluss an den Informationsvortrag des langjährigen Fröndenberger kfd-Mitglieds Gerda Degenhardt und von Ilona Degenhard, die Verbindungen zum Diözesanverband Paderborn hat, „haben sich gute Gespräche entwickelt“, so Schmidt.

Mit der Veranstaltung wollte die kfd auch potenzielle neue Mitglieder Infomieren und für ihre Arbeit werben. Wer Interesse hat, Teil der katholischen Frauengemeinschaft zu werden, ist zum gemeinsamen Frühstück an jedem zweiten Dienstag im Monat ins Pfarrzentrum eingeladen.

kfd plant bundesweite Aktionswoche

Wer mitmacht, ist Teil des größten katholischen Frauenverbands und eines der größten Frauenverbände in Deutschland – mit 450.000 Mitgliedern und 4.000 pfarrlichen Gruppen. Bundesweit ist jetzt die Aktionswoche „Frauen, worauf wartet ihr?“ für den Zeitraum vom 23. bis 29. September geplant. Die Frauen wollen „Vorreiterinnen einer Erneuerung der Kirche“ werden. Damit möchte der katholische Frauenverband auch dem Mitgliederschwund in den eigenen Reihen entgegenwirken.

Die Frauen in Fröndenberg möchten erst einmal zahlreich bei der Gemeindeversammlung am Samstag, 24. August, von 9.30 bis 12.30 Uhr im Pfarrzentrum St. Marien dabei sein – in der über den Pfarrerrücktritt und die Entwicklung der katholischen Kirche in Fröndenberg, auch im Hinblick auf das Zusammenwachsen mit Holzwickede und Unna zum Pastoralen Raum diskutiert wird.

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