Nach mutmaßlicher Belästigung in Fröndenberger Bus: Jetzt spricht das mögliche Opfer

dzProzess am Amtsgericht

Im Fall eines Fröndenberger Busfahrers, der ein junges Mädchen belästigt haben soll und das vehement bestreitet, wurde nun vor dem Unnaer Amtsgericht das mögliche Opfer gehört.

von Sylvia Mönnig

Fröndenberg

, 27.11.2018, 14:48 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Ende fand der Prozess um die mutmaßliche Belästigung eines Mädchens im Bus auch bei dem Fortsetzungstermin am Dienstag vor dem Amtsgericht Unna nicht.

Rückblende: Unlängst begann die Verhandlung gegen den 48-Jährigen. Ihm wird vorgeworfen, am 12. Juni in einem Fröndenberger Linienbus eine 16-Jährige, die sich in dem Moment alleine mit ihm in dem Fahrzeug befand, verbal belästigt zu haben und auch handgreiflich geworden zu sein. Ein Vorwurf, gegen den er sich zur Wehr setzte. Er beteuerte, Opfer falscher Anschuldigungen zu sein.

Verfahren wurde unterbrochen

Unter den Voraussetzungen wurde das Verfahren unterbrochen, um am Dienstag mit der Befragung des Mädchens fortgesetzt zu werden. Die 16-Jährige bestätigte ihren Vorwurf. Der Busfahrer habe zunächst anzügliche Fragen gestellt und Bemerkungen gemacht. Dann habe er sie zu sich gerufen und minutenlang ihre Hand gehalten. „Ich war damit überfordert.“ An ihrer Haltestelle habe er erst die Tür nicht geöffnet. Vielmehr habe er sie von hinten umarmt, an der Brust berührt und ihr einen Kuss auf die Wange gegeben. Auch habe er sich mit ihr verabreden wollen und habe ihr gesagt, dass sie das niemandem erzählen solle. Dann endlich habe er die Tür geöffnet. „Da war ich auch froh drüber.“

Das Leben zur Hölle machen

Der Richter hakte nach und konfrontierte sie mit der Einlassung des Angeklagten. Sie blieb bei ihrer Aussage. Und die war bereits mehr oder weniger beendet, als sie erwähnte, dass sie nicht mehr in den Bus steige, wenn der 48-Jährige hinter dem Steuer sitze – unter anderen weil er ihr über zwei Freundinnen gedroht habe. Ihnen habe er gesagt, dass er ihr das Leben zur Hölle machen werde. Das Gericht will das von den beiden Mädchen persönlich hören. Aus dem Grund soll der Prozess Mitte Dezember mit deren Befragung fortgesetzt werden.

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