Nach Messerattacke: Die Suche nach einem Zeugen gestaltet sich schwieriger als gedacht

dzVor Gericht

Der Prozess um die Messerattacke auf einen Mann aus Menden im Fröndenberger Himmelmannpark ist ins Stocken geraten. Die Verteidigung will noch einen Zeugen vernehmen. Doch keiner weiß, wo der Mann ist.

Fröndenberg

, 24.10.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Zeuge soll angeblich Angaben zur Vorgeschichte der Tat machen können. „Wir glauben schon, dass wir deshalb nicht auf ihn verzichten können“, sagten die beiden Verteidiger Gesine Ickert und Bernd Kachur am Freitag.

Der Angeklagte bestreitet weiterhin, seinen Kontrahenten gezielt angegriffen und dabei versucht zu haben, ihn zu töten. Er hat den Richtern eine Art Notwehr-Situation geschildert, die ihm keine andere Wahl ließ, als das Messer einzusetzen. Die Aggression sei aber von dem späteren Opfer ausgegangen.

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Nachdem der möglicherweise so wichtige Zeuge schon zweimal nicht vor Gericht erschienen war, hatten die Richter zuletzt die Polizei an der Wohnanschrift in Menden vorbeigeschickt – mit der Bitte, dem Mann die erneute schriftliche Ladung direkt in die Hand zu drücken.

Zeuge könnte sich bei seinem Bruder aufhalten

Das war den Beamten allerdings nicht möglich. Denn obwohl der Name des Mannes noch auf einem der Klingelschilder stand, erklärten alle Nachbarn unisono, dass der Zeuge und seine Familie schon etwa vor fünf Wochen ausgezogen seien. Wohin, wusste allerdings niemand.

Die Richter hoffen nun auf einen vagen Hinweis, dass sich der Mann bei seinem Bruder am Niederrhein aufhalten könnte. Der Prozess wird fortgesetzt.

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