Nach Legoland-Vorwurf: Nun großzügige Grundstücke auf der Hohenheide in Fröndenberg geplant

dzStädtebaulicher Rahmenplan

Kritik aus der Politik hatte es gehagelt für ein „Legoland“-Baugebiet auf der Hohenheide. Jetzt soll es für das Gebiet „Hof Hacheney“ größere Baugrundstück geben. Ideen für den Sportplatz gibt es auch.

Hohenheide

, 07.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Ein freies Feld an der Straße Hohenheide, benachbart zum Hof Hacheney, soll künftig mit Ein- und Mehrfamilienhäusern bebaut werden können. Die Verwaltung legt nach Kritik aus der Lokalpolitik einen neuen Städtebaulichen Rahmenplan vor.

Lokalpolitik stemmte sich mit Vehemenz gegen den ersten Rahmenplan

Im vergangenen September gab es im Stadtentwicklungsausschuss in dieser Vehemenz selten erlebte Kritik an der Verwaltung – die Stoßrichtung war von FWG über CDU bis zu den Grünen dieselbe: Auf der Hohenheide sollten tunlichst keine gleichförmig kleinen Grundstücke im Stile eines „Legolandes“, wie FWG-Fraktionschef Matthias Büscher es nannte, entstehen.

Nach Legoland-Vorwurf: Nun großzügige Grundstücke auf der Hohenheide in Fröndenberg geplant

Den alten Rahmenplan aus September 2018 für ein neues Wohngebiet "Hof Hacheney" sahen die meisten Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt als zu kleinteilig an. Dieser sah noch 44 statt nun noch 34 Gebäude vor. © Stadt Fröndenberg

Der Vorschlag aus dem Bauamt sah einheitliche Grundstücksgrößen von rund 450 Quadratmetern vor. In der CDU malte man „zusammengepferchte Nachbarn“ und Verkehrsprobleme an die Wand, die Grünen droschen auf „eine von Investoren getrieben Planung“ ein.

Bauamtsleiter verweist auf Rahmenplan, der noch ohne Details ist

Bauamtsleiter Martin Kramme hatte damals schon betont, dass es sich lediglich um eine sogenannte Rahmenplanung ohne Details handele. Der Ausschuss pochte indes auf Neuplanung. Der nun vorliegende Entwurf teilt sich in den Rahmenplan für die gesamte Freifläche nahe des Sportplatzes Hohenheide sowie einen konkreten Bebauungsplan für ein bereits beantragtes Bauvorhaben auf.

Nach Legoland-Vorwurf: Nun großzügige Grundstücke auf der Hohenheide in Fröndenberg geplant

Der neue Städtebauliche Rahmenplan für das Gebiet „Hof Hacheney" auf der Hohenheide sieht großzügigere Grundstücksgrößen und eine zentrale öffentliche Fläche vor. Außerdem wird nun auch der Sportplatz überplant. © Stadt Fröndenberg

Neue Rahmenplanung sieht zehn Gebäude weniger vor

Das Planungsgebiet „Hof Hacheney“ umfasst rund 26.500 Quadratmeter für Wohnbebauung und Grünfläche. Geplant sind 34 Gebäude, unterteilt in Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Mehrfamilienhäusern auf rund 550 bis 940 Quadratmeter großen Baugrundstücken. Im ersten Plan waren noch 44 Gebäude eingezeichnet. Die durchschnittliche Bauplatzgröße beträgt 644 Quadratmeter.

550 Quadratmeter für einen zentralen Treffpunkt der Nachbarn

Zentral gelegen ist nun eine circa 550 Quadratmeter große Grünfläche, die als Treffpunkt und Spielplatz genutzt werden kann. Eine öffentliche Fläche als Treffpunkt der Nachbarn hatte Monika Schröer von den Grünen angeregt. Der alte Plan sah nur einen Spielplatz am Rand des Plangebietes vor.

Mehr Parkraum auf öffentlichen und privaten Fächen

Auch die CDU-Kritik wurde aufgenommen: Auf jedem Grundstück kann nun eine Doppelgarage errichtet werden. Außerdem ist ein Mindestabstand von sechs Metern zwischen öffentlicher Verkehrsfläche und Garage vorgesehen, sodass weitere Stellplätze auf dem Privatgrundstück genutzt werden könnten. Die privaten Stellplätze werden durch ein Angebot von öffentlichen Parkplätzen ergänzt.

Sportplatz Hohenheide wird Heimat für Autos, Bienen und Kinder

Auch Planungen für den Sportplatz Hohenheide, der aufgegeben wird, finden sich nun. 41 Parkplätze, eine Blüh- und Bienenwiese, ein Minifußballfeld sowie diverse Spielgeräte und einen Bolzplatz sieht der Entwurf vor.

Bebauungsplan soll Neubau der ersten Häuser ermöglichen

Bereits im August 2016 hat der Eigentümer eines Flurstücks auf der Hohenheide den Neubau von acht Einfamilienhäusern beantragt. Auf dieses Vorhaben geht der Städtebauliche Rahmenplan, angestoßen von der Politik, überhaupt erst zurück. Für diesen ersten Abschnitt entlang der Straße Hohenheide soll nun ein Bebauungsplan für ein reines Wohngebiet mit Ein- und Zweifamilienhäusern in offener Bauweise aufgestellt werden. Zusätzlich ist eine Baufläche für ein Mehrfamilienwohnhaus mit maximal sechs Wohneinheiten geplant. Höher als zwei Vollgeschosse dürfen die Häuser nicht werden.

SPD hatte vor allem auf bezahlbaren Wohnraum gedrungen

Die SPD-Fraktion hatte den ersten Entwurf mit kleineren Grundstücken nicht grundsätzlich abgelehnt und bezahlbaren Wohnraum gefordert. Dass die im Schnitt nun größeren Grundstücke teurer werden, ist anzunehmen.

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