Musterhaushalt zahlt 2019 zehn Euro mehr für Abwasser, Müll und Straßenreinigung

dzGebührensatzungen

Der Anstieg der städtischen Gebühren hält sich 2019 voraussichtlich in einem moderaten Rahmen: Ein Musterhaushalt wird nach Berechnung der Verwaltung gut ein Prozent mehr als 2018 bezahlen.

Fröndenberg

, 06.12.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zehn Euro dürfte ein Musterhaushalt im kommenden Jahr für sämtliche Gebühren mehr ausgegeben müssen. Diese Botschaft übermittelte Kämmerer Heinz-Günther Freck am Mittwoch der Politik in der Sitzung des Hauptausschusses. Während die Straßenreinigungsgebühren und die Gebühren für die Restmülltonne nicht erhöht werden, sondern gleich bleiben, wird es bei den Gebühren für Abwasser und Müllentsorgung leichte Anstiege geben. Bei der Gebühr für die Ableitung des Regenwassers schlagen im kommenden Jahr vor allem die erhöhten Mittel für die wieder anstehenden Kanaluntersuchungen und -spülungen zu Buche. Auch Mittel für die geplante Neuerfassung versiegelter Flächen sind bereits berücksichtigt worden. Weil im Gegenzug die Klärkosten des Ruhrverbandes geringer ausfallen und zudem 54.000 Euro aus dem Sonderposten entnommen werden, muss die Gebühr für das Niederschlagswasser lediglich um einen Cent erhöht werden.

Straßenreingung

Kommunal-Service übernimmt von Doga

Die Straßenreinigung wird ab dem 1. Mai 2019 durch die KommunalService Wickede Fröndenberg AöR übernommen. Die Dortmunder Gesellschaft für Abfall (Doga) hatte ihren Vertrag fristgerecht zum 30. April 2019 gekündigt. Die maschinelle Straßenreinigung wird sich künftig nicht ändern. Es sollen ein Klein- und ein Großkehrfahrzeug angeschafft werden. Auch die Reinigungsintervalle bei den Fahrbahnen, bisher einmal wöchentlich, werden beibehalten. Die Straßen „Gosemark“ und der Stichweg der Palzstraße, beides Anliegerstraßen, werden künftig der Reinigungsklasse IV (von den Anliegern zu reinigen) zugeordnet.

Dagegen kann bei der Entsorgung des Schmutzwassers der Kostenanstieg nicht durch den Griff in eine Rücklage kompensiert werden. Diese Gebühr steigt daher um sechs Cent. FWG-Fraktionschef Matthias Büscher bezeichnete in der Sitzung des Hauptausschusses den aktuellen Stand der Abwassergebühren als „ziemlich hoch“. Er regte an, die Gewinnentnahme aus dem Abwasserbetrieb zugunsten des Stadtetats künftig zurückzufahren und dadurch die Gebühren wieder senken zu können.

Auch die Leerung der Biomülltonne wird etwas teurer. Konnte im vergangenen Jahr ein Kostenanstieg ebenfalls durch eine recht hohe Entnahme aus der Rücklage gedämpft werden, steht dieser Betrag für 2019 nicht zur Verfügung. Im Ergebnis schlägt die Verwaltung eine Erhöhung der Gebühren für die Biotonne um 3,53 Prozent vor. Die Verwaltung hat die Belastung durch städtische Gebühren für einen Musterhaushalt errechnet. Demnach ergeben sich 2019 insgesamt Kosten von 1025,99 Euro - eine Steigerung von 1,07 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zugrunde gelegt hat die Stadt dabei eine Restabfalltonne mit 60 Litern, eine Straßenlänge von 15 Metern bei den Reinigungsgebühren sowie eine Entsorgung von 160 Kubikmetern Schmutzwasser und eine Ableitung von Regenwasser auf einer 130 Quadratmeter großen Fläche.

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