Doch ein Mordversuch: Neue Erkenntnisse bringen mutmaßlichen Messerstecher wieder in Haft

dzHaftbefehl erlassen

Erneute Wende im Fall der Messerstecherei im Himmelmannpark: Neue Erkenntnisse lassen erhebliche Zweifel an der Notwehr-Version des Täters aufkommen. Mit empfindlichen Folgen für den Fröndenberger.

Fröndenberg

, 30.10.2019, 17:27 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft führen zu einer erneuten Wendung im Fall um die Messerstecherei im Himmelmannpark. Offenbar haben neben der Aussage des Opfers weitere Erkenntnisse zu erheblichen Zweifeln an der Version des mutmaßlichen Täters geführt. Der bekam am Mittwoch deshalb einmal mehr Besuch von der Polizei.

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Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, steht der 30-jährige Mann aus Fröndenberg nun wieder unter dem Verdacht des versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Deshalb sei Haftbefehl erlassen worden. Der Verdächtige sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

Mutmaßlicher Täter wieder in Haft

Bereits am Dienstag hatte Staatsanwalt gegenüber dieser Redaktion angedeutet, dass die Version des mutmaßlichen Täters sich als nicht glaubhaft erwiesen habe. Der hatte Mitte Oktober auf einen 25-jährigen Mann aus Menden eingestochen – und in der Vernehmung behauptet, in Notwehr gehandelt zu haben. Weil das Opfer zunächst vernehmungsunfähig war, fehlten die Haftgründe; der Verdächtige wurde deshalb Anfang der vergangenen Woche freigelassen. Nun also wartet er in einer Justizvollzugsanstalt auf das weitere Verfahren.

Mögliches Motiv noch unbekannt

Der Vorfall, bei dem der Mendener lebensgefährlich verletzt worden ist, ereignete sich am Abend des 18. Oktobers im Himmelmannpark. Zu möglichen Motiven des Mannes, der sein Opfer gekannt haben soll, ist noch nichts bekannt.

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