Mord am Hellweg geht „unter die Haut“ mit Gunnar Kaiser

dzKrimifestival

Durch eine grausige Mordserie verbindet Gunnar Kaiser Städte und Zeiten. Sein Fröndenberger Publikum freut sich, den aufstrebenden Autor und sein Erstlingswerk kennenzulernen.

von Sebastian Pähler

Fröndenberg

, 14.10.2018, 15:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Das 20. Jahrhundert, so viel können wir bereits sagen, war ein Jahrhundert der Extreme“, lässt Gunnar Kaiser einen der Charaktere in seinem Roman „Unter der Haut“ feststellen. Um diese Aussage zu illustrieren, wählte der Autor zwei außergewöhnliche Orte und Zeiten, die er über eine aufsehenerregende Mordserie und zwei außergewöhnliche Lebensgeschichten miteinander verknüpft. Am Anfang ist es das New York der ausgehenden 60er-Jahre, später dann Berlin in den 1930ern, wo Kaiser seine Figuren handeln, lieben und leiden lässt. Bei seiner Lesung im Ratssaal des Stiftsgebäudes fesselte er mit seinen atmosphärischen Schilderungen das Mord am Hellweg-Publikum.

Erster Kriminalroman von Gunnar Kaiser

„Unter der Haut“ ist tatsächlich Gunnar Kaisers erster Kriminalroman, doch der 1976 geborene Kölner kennt sich mit Sprache und dem Wesen des Manschens aus. Er studierte Germanistik, Romanistik und Philosophie an der Universität Köln, arbeite dort und in Bonn als Lehrer, verdiente sich als freier Journalist in den Bereichen Kultur, Literatur und Philosophie und veröffentlichte neben einem Schulbuch auch einen Lyrikband mit Gedichten aus eigener Feder. Als Blogger und YouTuber teilt er seine Gedanken über verschiedene Kultur-Phänomene mit Zuschauern und Lesern im Internet. Dabei beleuchtet Kaiser vor allem die philosophischen Aspekte.

Förderung für die jungen Autoren bei Mord am Hellweg

Dass sein Krimi-Erstling es gleich zu Europas größtem, internationalen Krimifestival schaffte, verdankt er nicht zuletzt der neuen Reihe „Neue Stimmen – Junges Blut“, die erstmals im Rahmen von Mord am Hellweg angeboten wird, und natürlich ihrem Stifter. Als der Krimi- und Thriller-Shootingstar Sebastian Fitzek im vergangenen Jahr mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet wurde, stiftete er einen Teil seines Preisgeldes für die Förderung junger Autoren im Rahmen von Mord am Hellweg. Mit der Förderreihe wollte sich Fitzek bei dem Festival bedanken, das ihm früh in seiner Karriere die Chance gab, seine Werke einem breiten Publikum zu präsentieren.

Neben Gunnar Kaiser stellten auch Nienke Jos, Judith Arendt und Timo Leibig sich und ihre Werke im Rahmen von „Neue Stimmen – Junges Blut“ bei Mord am Hellweg-Lesungen vor.

Das Publikum im Stiftsgebäude zeigte sich jedenfalls froh, dass es in den Genuss kam, diesen einen vielversprechenden Newcomer persönlich erlebt zu haben.

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