Mittleres Niedrigwasser: Pegel der Ruhr ist noch typisch für die Jahreszeit

dzTrockenheit in Fröndenberg

Der langersehnte Regen ist am Wochenende weitestgehend ausgeblieben. Noch befindet sich aber genug Wasser in den Talsperren, um Pegel und Durchfluss der Ruhr künstlich zu regulieren.

Fröndenberg

, 29.07.2019, 12:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Um die Wasserversorgung braucht sich keiner Sorgen machen“, sagt Britta Balt, Sprecherin beim Ruhrverband. Der Pegel der Ruhr in Fröndenberg liegt am Montagvormittag bei 62 Zentimetern; der Durchfluss liegt bei 9,10 Kubikmetern in der Sekunde. Bei stärkeren Regelfällen und einem noch nicht dramatischen Mittleren Hochwasser steigt der Pegel der Ruhr im Vergleich dazu etwa um das dreifache.

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„Es ist nicht davon auszugehen, dass der Wasserstand der Ruhr in Fröndenberg in den nächsten Tagen in den Bereich des besorgniserregenden Niedrigwassers kommt, erklärt Britta Balt. Aber das sei auch nur die halbe Wahrheit: Denn der Wasserstand der Ruhr wird über die Talsperren künstlich aufrechterhalten. Aktuell befinden sich in den Talsperren noch etwa 80 Prozent der Wasservorräte. Das sei durchaus normal für die Jahreszeit. Der Sommer 2019 liegt nur knapp unter dem langjährigen Mittel von 82 Prozent.

Weil der Sommer bisher sehr trocken war, werde aktuell etwa das Zwölffache von dem, was zufließt, aus den Talsperren abgegeben. Und dennoch: „Wir sind beim Klimawandel angelegt“, betrachtet Balt die langfristig Entwicklung. Mehr denn je werde seit einigen Jahren das Wasser aus den Wintermonaten gebraucht.

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