Mehrere Freiwillige der Nachbarschaftshilfe Ardey haben sich gemeldet. Sie möchten Menschen, die nicht mehr mobil sind, ins Impfzentrum fahren - sobald die Impfungen losgehen. © Privat
Corona in Fröndenberg

Mit der Nachbarschaftshilfe zum Impfzentrum: Ehrenamtliche organisieren Fahrdienst

Viele Ältere, denen die ersten Corona-Impfungen zustehen, leben alleine und sind nicht mobil. Ehrenamtliche aus Ardey möchten diesen Menschen helfen - bei der Terminvereinbarung und Fahrt ins Impfzentrum.

Viele Menschen aus der Risikogruppe der über 80-Jährigen warten in diesen Tagen schon sehnsüchtig auf ihre Einladung für einen Impftermin. Doch während die einen bereits an das unbeschwerte Leben nach der Impfung denken können, stellt der Impftermin andere noch vor Herausforderungen. Die Nachbarschaftshilfe Ardey möchte helfen. Sie hat einen Fahrdienst zum Impfzentrum organisiert – und könnte auch bei der Anmeldung zur Impfung unterstützen.

Durch einen Beitrag im Fernsehen ist Sibylle Fleitmann auf die Ängste und Sorgen der Älteren aufmerksam geworden. Auch der Ombudsmann für Pflege im Kreis Unna, Norbert Zimmering, machte in dieser Woche deutlich, dass es Menschen gibt, die auf dem Weg zur Corona-Impfung unterstützt werden müssen.

Während Norbert Zimmering zuletzt Bürgermeisterin Sabina Müller angeschrieben hat, um die Stadtverwaltung bei der Bewältigung des Problems mit ins Boot zu holen, hat die Nachbarschaftshilfe in Ardey schon einen konkreten Plan.

Wenn die Impfungen gegen das SARS-CoV-2-Virus im Impfzentrum Unna beginnen, können Ardeyer Bürgerinnen und Bürger, denen eine eigene Anreise zum Impfzentrum nicht möglich ist, einen kostenlosen Fahrdienst in Anspruch nehmen.

Das Team der Nachbarschaftshilfe möchte, dass der Transportdienst coronakonfom abläuft. © Privat © Privat

Sieben Fahrerinnen und Fahrer sind schon dabei

Sieben Fahrerinnen und Fahrer haben sich schnell bereiterklärt, diesen Fahrdienst, der sich an den Regeln der Corona-Schutzverordnung orientiert, anzubieten. Vor allem Senioren und ältere Personen sind eingeladen, das Fahrdienst-Angebot der Nachbarschaftshilfe zu nutzen.

Initiatorin Sibylle Fleitmann hat nachgefragt, ob der Fahrdienst auch nach der Verschärfung des Lockdowns angeboten werden kann. Solange sich nur der Fahrer und ein Fahrgast im Auto befinden, ist der Transport möglich. Der Fahrdienst holt die Person von zu Hause ab, fährt sie zum Impfzentrum und nach der Impfung wieder zurück nach Hause.

„Ein paar Leute, die das Angebot in Anspruch nehmen möchten, haben sich schon gemeldet“, freut sich die Initiatorin. Gerne würde das Team der Nachbarschaftshilfe Seniorinnen und Senioren auch bei der Vereinbarung der Impftermine helfen – oder einfach mit einsamen Menschen sprechen. Das Problem: Das engagierte Team muss zunächst einmal Kontakt zu den Hilfsbedürftigen bekommen.

Nummer der Nachbarschaftshilfe wählen

Wer sich für den privaten Taxi-Dienst zum Impfzentrum interessiert, reden möchte oder weitere Hilfe braucht, kann sich melden bei der Nachbarschaftshilfe Ardey unter Tel. 0152 0136 4459 – jeweils Montag und Donnerstag von 10-13 Uhr oder unter www.Nachbarschaftshilfe-ardey.de.

Über die Autorin
Redaktion Fröndenberg
Jahrgang 1988, aufgewachsen in Dortmund-Sölde an der Grenze zum Kreis Unna. Hat schon in der Grundschule am liebsten geschrieben, später in Heidelberg und Bochum studiert. Ist gerne beim Sport und in der Natur.
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Dagmar Hornung
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