Messie-Haus: Waffenteile und Munition bereits vernichtet – Strafverfahren läuft

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Ein Waffennarr muss der frühere Besitzer eines Hauses in Bausenhagen gewesen sein: Nachdem ein Fachunternehmen Unmengen von Kampfmitteln auf dem Grundstück gesichert hat, ist die Verschrottung im Gange.

Fröndenberg

, 29.07.2020, 16:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Kampfmittelräumdienst holte kürzlich nicht weniger als 200 Kilogramm an Waffenteilen und Munition aus einem Haus an der Palzstraße. Die Polizei hat ihre Vernichtung, aber auch das Ermittlungsverfahren eingeleitet.

„Der Großteil ist schon vernichtet worden“, sagte am Mittwoch Polizeisprecherin Vera Howanietz auf Anfrage. Es habe sich dabei um überwiegend bereits stark verrostete Reste von Waffen oder Munitionshülsen gehandelt.

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Experten hätten bei einer näheren Untersuchung aus diesen Fundstücken letztlich keine Erkenntnisse auf womöglich strafbares Handeln gewinnen können. Das Landeskriminalamt gehe beim Auffinden schrottreifer Waffen ebenso vor.

Vor ihrer Vernichtung habe man Fotos von den schrottreifen Stücken angefertigt, die künftig noch als Beleg für den Umfang des Fundes dienen können.

Alle „scharfen“ Waffen, die noch Rückschlüsse auf ihre Tauglichkeit oder eine Verpflichtung zum Besitz einer Waffenbesitzkarte zulassen, liegen unterdessen mittlerweile bei der Kriminaltechnischen Untersuchungsstelle.

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In einem nächsten Schritt könnte noch das LKA als fachkundige Behörde hinzugezogen werden, soweit sei man allerdings noch nicht, so Howanietz.

Gegen den Vorbesitzer, der die Waffen wie ein Messie in dem Haus gehortet hatte, läuft ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Waffengesetz bzw. das Sprengstoffgesetz.

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