Messerattacke und Raub sind Ausreißer in der Fröndenberger Kriminalstatistik

dzKriminalität in Fröndenberg

Unterm Strich wird es in der Ruhrstadt immer ruhiger. Betrug und Diebstahl kommen dennoch häufig vor. Die Opfer sind oft Senioren.

Fröndenberg

, 08.03.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wer im Kreis Unna lebt, lebt verhältnismäßig sicher. Denn die Kriminalitätsrate, die die Kreispolizeibehörde jetzt vorgestellt hat, liegt weit unter dem Landesschnitt. Auch für Fröndenberg sind die Zahlen erfreulich, die Gesamtkriminalität hat 2019 im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um rund 11 Prozent abgenommen. Doch die gute Gesamtbilanz trüben schwere Verbrechen.

Im Bereich der Straßenkriminalität zählte die Polizei 2019 insgesamt 185 Delikte. Im Vorjahr waren es noch 239. Auch die Gewaltkriminalität hat im Vergleich zum Vorjahr abgenommen. 20 Fälle waren es 2019, 25 im Vorjahr.

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Kreisweit zugenommen hat 2019 die Zahl der Sexualstraftaten. Das ist auch in Fröndenberg der Fall. Ebenso ist die Raubkriminalität gestiegen. Diebstähle gab es in Fröndenberg weniger, Wohnungseinbrüche etwas mehr als im vorherigen Jahr.

Kreisweit sehr deutlich gestiegen ist im Jahr 2019 auch der Betrug an älteren Menschen. Diese Entwicklung spiegelt sich im kleinen auch in er Ruhrstadt wider.

Eine gefühlte Unsicherheit unter den Fröndenbergern machte sich zuletzt mit Blick auf den Himmelmannpark breit. Im Dezember ist eine 76-Jährige brutal überfallen und beraubt worden. Nur kurze Zeit nachdem sich dort im Oktober eine kuriose Messerattacke ereignet hatte, die inzwischen als Mordversuch bewertet wird.

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