Marktsperrungsgegner Köhle kritisiert Schüler-Radweg nach Frömern

dzKritik in Internetgruppe

Nachdem sich der Wirbel um die Marktsperrung gelegt hat, regt Lars Köhle nun eine Diskussion über den Radweg zwischen dem Fröndenberger Schulzentrum und Frömern an. Er weiß dabei einige Kritiker auf seiner Seite.

Fröndenberg

, 05.08.2019, 13:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt Fröndenberg will bis Ostern 2020 zwischen Schulzentrum, Frömern und Ostbüren einen Radweg bauen. 1,3 Millionen Euro soll der Weg kosten, wovon die Stadt rund eine halbe Million Euro selbst berappen will. Das ruft Kritiker auf den Plan.

Zweifel am Nutzen für Schüler und Umwelt

Vorneweg Lars Köhle, der mit Blick auf die starken Anstiege auf dem Internetportal Facebook bezweifelt, dass der Radweg tatsächlich von vielen Schülern genutzt wird, und somit die Ausgabe in Frage stellt.

Immerhin 114 Kommentare erntet er mit seiner Kritik in einer Fröndenberger Facebook-Gruppe. Seiner Meinung nach habe der Radweg keinerlei umweltschonenden Einfluss – „eher im Gegenteil, denn man asphaltiert die Umwelt ja weiter zu.“ Köhle hätte sich eine Schüler- und Lehrerbefragung im Vorfeld der Planung gewünscht.

Marktsperrungsgegner Köhle kritisiert Schüler-Radweg nach Frömern

Lars Köhle, der auch das Bürgerbegehren gegen die Schließung der Marktquerung initiiert hatte, kritisiert den Bau des neuen Radwegs vom Schulzentrum nach Frömern. © Archiv

Steiler Berg schreckt viele Schüler ab

Mit Florian Ernst weiß Köhle zumindest einen Schüler auf seiner Seite, der bei Facebook antwortet: „Wenn ich mir aussuchen kann, ob ich mit dem Bus fahre oder mit dem Fahrrad, dann ist definitiv klar, was ich als Schüler nehme...“

Mehr Busse, damit ältere Schüler ihre Autos stehen lassen

Auch Lara Mailin Müller bezweifelt, dass Schüler morgens bei Wind und Wetter, vollgepackt mit Schulutensilien den steilen Berg an der Hohenheide herauffahren. „Lieber mal zwei, drei Busse mehr fahren lassen, dann würden einige von den älteren Schülern auch gerne mal auf das Auto verzichten.“

118 Schüler sollen laut Verwaltung Radweg regelmäßig nutzen

Die Verwaltung geht davon aus, dass 118 Schüler, 263 Pendler sowie zehn Alltags- und Freizeitradler den Radweg an durchschnittlich 181 Tagen im Jahr nutzen und somit jährlich den Ausstoß von 225.400 Kilogramm Treibhausgasen pro Jahr vermeiden.

Nicht alle Fröndenberger teilen Radweg-Kritik

Allerdings teilen nicht alle die Kritik von Lars Köhle. Es gibt auch positive Kommentare. Einige Fröndenberger merken an, dass es den Bürgern offensichtlich nicht recht zu machen ist: Wenn keine Radwege gebaut werden, gibt es Kritik, nun auch, wenn einer gebaut werde.

Fröndenberger wünschen sich Radweg vom Westen in die City

Deutlich wird aber, dass sich die Fröndenberger unbedingt eine Radwege-Verbindung vom Westen in die Innenstadt wünschen. Die Stadtverwaltung hatte sich diesbezüglich bereits nach einer geeigneten Route umgesehen. Bisher aber scheitert die Streckenführung an der Flächenverfügbarkeit.

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