Marktplatz soll schon 2019 neues Aushängeschild werden

SPD macht Druck

Die SPD drückt aufs Tempo: Der Marktplatz soll nach dem Willen der Fraktion bereits ab dem kommenden Jahr aufgemöbelt werden. Dafür müsste noch dieses Jahr ein Förderantrag gestellt werden.

19.10.2018, 12:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
Marktplatz soll schon 2019 neues Aushängeschild werden

Der Marktplatz soll schon im nächsten Jahr sein Gesicht verändern. Das fordert die SPD in einem Antrag an die Stadt. © Anke Jacobi

Nachdem das Aus für die Marktquerung ohne längere Debatten Ende September beschlossen worden ist, drückt die SPD-Fraktion nun weiter aufs Tempo: Zeitgleich mit den notwendig gewordenen Umbauten auf der Karl-Wildschütz-Straße soll nach Vorstellung der Sozialdemokraten bereits mit der schon länger beschlossenen Umgestaltung des Marktplatzes begonnen werden. Ursprünglich sollten erst 2020 die Maßnahmen des Siegerentwurfs aus dem städtebaulichen Gestaltungswettbewerb umgesetzt werden. Sämtliche geplanten Baumaßnahmen können aus Fördertöpfen des Landes bezuschusst werden - soll bereits ab 2019 gebaut werden, muss aber noch in diesem Jahr ein Antrag gestellt werden.

Geklärte Bahntunnel-Frage eröffnet Möglichkeiten

Eine letzte Hürde sei ebenfalls beiseite geräumt: Nachdem nun auch die Pläne für einen Bahntunnel endgültig vom Tisch sind, bestehe kein Risiko mehr, dass ein bereits umgebauter Marktplatz später nochmals aufgerissen werden müsste. „Wir sind dankbar, dass wir jetzt handeln können“, sagte SPD-Fraktionschefin Sabina Müller am Freitag zu unserer Zeitung.

Für die SPD ist die Eile aus einem weiteren Grund logisch. Im 2016 für die Fröndenberger Innenstadt beschlossenen Maßnahmenplan habe der Marktplatz die Priorität „hoch“ erhalten. Begründet worden war die Dringlichkeit vor allem damit, dass die vorhandenen Sitzmöglichkeiten und die Bepflanzung des Marktes „nicht zeitgemäß“ seien. Es fehle zudem an Spielmöglichkeiten für Kinder. Besonders für Einzelhandel und Kunden misslich: Viele Zugänge zu den ansässigen Geschäften und Cafés seien nicht barrierefrei. Der Siegerentwurf des Freiraumplanerischen Wettbewerbs, der im Juli vorgestellt wurde, sieht nun unter anderem neue Bänke und Spielgeräte sowie ein Wasserfontänenfeld nördlich der großen Linde vor.

Marktumgestaltung als „größter Wurf“

Zwar erstreckt sich die Umgestaltung der Innenstadt vom Bruayplatz bis zum Marktplatz, es gebe also andere mögliche Punkte, wo der Umbau beginnen könnte. „Warum sollen wir aber an einer Stelle beginnen, von der wir nicht genau wissen, wie es dort weitergeht“, sagt Sabina Müller und spielt auf die noch immer nicht bekannten Pläne von Aldi für den Bau eines neuen Discounters an. So oder so halte man die Umgestaltung des Marktplatzes für „den größten Wurf“, so Müller, im Rahmen des Stadtumbaus.

Einheitliche Möblierung für Außengastronomie

Nach Ansicht der SPD könnte mit den ersten Umbauten am Markt bereits im nächsten Jahr begonnen werden, etwa „mit einer einheitlichen Möblierung für die Außengastronomie“, wie es in einem Antrag der Fraktion an den Rat heißt. Die Verkehrsführung in der Karl-Wildschützstraße muss ohnehin im kommenden Jahr geändert werden, weil künftig der Markt grundsätzlich nicht mehr von Fahrzeugen gequert werden darf. Damit könnte der Marktplatz bereits nächstes Jahr sowohl „die gewünschte Attraktivitätssteigerung und Sicherheit erhalten“, formuliert die SPD. Die gute Stube der Stadt könne ein neues „Aushängeschild“ für Fröndenberg werden.

Ambitionierter Zeitplan

Die Fördermittel für die Umgestaltung des Marktplatzes müssten bis zum 1. Dezember beantragt werden. Der Zeitplan sei daher sicherlich „ambitioniert“, räumt die SPD-Fraktion ein. Man bitte daher um kurzfristige Bearbeitung und um die Aufnahme in die Haushaltsplanberatungen 2019.

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