Bergfest beim Marktplatz-Umbau: Die sensiblen Bereiche folgen in Halbzeit zwei

dzMarkt-Umgestaltung

Auf dem Fröndenberger Markt lässt sich allmählich erahnen, wie der Platz am Ende aussehen wird: Die Pflasterarbeiten kommen gut voran, die Grube für das Wasserspiel ist gegraben. Doch die sensiblen Bereiche kommen noch.

Fröndenberg

, 03.08.2020, 18:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Sonne sengt. Die Bauarbeiter auf dem Markt setzen Stein an Stein. Große Flächen mit dem portugiesischen Granit haben die Mannen von Landschaftsbauer Mennigmann schon fertig verlegt. Die Pflasterung nähert sich den sensiblen Bereichen.

Ist der Untergrund eben, machen die Pflasterer am Tag gut Strecke. Doch nicht selten stoßen sie auf unvorhersehbare Hohlräume, was die Arbeiten verzögert.

Ist der Untergrund eben, machen die Pflasterer am Tag gut Strecke. Doch nicht selten stoßen sie auf unvorhersehbare Hohlräume, was die Arbeiten verzögert. © Marcus Land

Am Dienstag nach Pfingsten war der Startschuss für den Umbau des Marktplatzes, einer der großen Bausteine des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes. Legt man die ursprüngliche Zeitplanung zugrunde, kann jetzt, Anfang August, Bergfest gefeiert werden. Denn im September soll der Marktplatz im neuen Glanz erstrahlen – ob es wirklich September wird?

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Die Bodenplatte für das Wasserspiel in der Mitte des Marktplatzes ist bereits gegossen. Demnächst wird ein Fachunternehmen hier die zwölf Fontänen installieren.

Die Bodenplatte für das Wasserspiel in der Mitte des Marktplatzes ist bereits gegossen. Demnächst wird ein Fachunternehmen hier die zwölf Fontänen installieren. © Marcus Land

Nils Hering lacht. „An einigen Tagen machen wir viele Meter“, sagt der Bauleiter. Dann aber stoßen die Pflasterer wieder auf Unvorhergesehenes wie kleinere Hohlräume, die erst solide verfüllt werden müssen. „Es funktioniert auf einer Baustelle nicht immer alles so, wie man sich das am Schreibtisch denkt“, weiß Hering.

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Das Rondell ist ebenfalls schon fertig gepflastert. Hier wie auch an anderen Stellen auf dem Marktplatz wird am Ende noch das öffentliche Mobiliar aufgestellt: Sitzbänke und Abfalleimer.

Das Rondell ist ebenfalls schon fertig gepflastert. Hier wie auch an anderen Stellen auf dem Marktplatz wird am Ende noch das öffentliche Mobiliar aufgestellt: Sitzbänke und Abfalleimer. © Marcus Land

Während die großen Flächen, zum Beispiel am Rondell oder in der Ruhrstraße bis zum Bahnübergang schon so gut wie durchgepflastert sind, wird demnächst gute Koordination von Bautätigkeit und Gastronomiebetrieb vonnöten sein.

Gastronomen sollen frühzeitig informiert werden

Denn der neue helle Stein soll den Markt rundum säumen, das Café Melange, „Zum Markgrafen“ und „Bei Epi“ müssen also ihre Terrassenplätze notgedrungen reduzieren oder zeitweise einige Meter verlegen.

Wie es gemacht wird, ist noch nicht klar. Man werde auf jeden Fall frühzeitg das Gespräch mit den Gastronomen suchen, sagte Larissa Walter, Stadtteilmanagerin aus dem Büro Junker und Kruse, zu.

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Der portugiesische Granit wirkt hochwertig und freundlich, wird aber unter anderem aus Kostengründen nicht auf der gesamten Fläche des Marktplatzes verlegt.

Der portugiesische Granit wirkt hochwertig und freundlich, wird aber unter anderem aus Kostengründen nicht auf der gesamten Fläche des Marktplatzes verlegt. © Marcus Land

„Wir sind in den vergangenen Wochen immer schon in Kontakt mit den Geschäftsleuten am Markt getreten“, so Walter im Gespräch mit dieser Redaktion. Dass die Gastronomen angesichts des schlechten Geschäfts in der Hochphase der Corona-Pandemie nicht erneut auf Umsatz verzichten wollen, ist klar.

Die Granitsteine sollen den gesamten Marktplatz säumen. Daher wird besonders bei den Gastronomiebetrieben viel Gesprächsbedarf bestehen, damit Terrassenplätze möglichst nicht reduziert werden müssen.

Die Granitsteine sollen den gesamten Marktplatz säumen. Daher wird besonders bei den Gastronomiebetrieben viel Gesprächsbedarf bestehen, damit Terrassenplätze möglichst nicht reduziert werden müssen. © Marcus Land

Im Schaufenster der künftigen Stadtbücherei werde man jedenfalls alle neuen Entwicklungen beim Umbau des Marktplatzes regelmäßig öffentlich machen. Die größtmögliche Transparenz sei das Ziel bei einem Integrierten Stadtentwicklungskonzept – denn integriert werden sollen die Bürger dabei.

Akzeptanz nur mit Transparenz

Nur so werde auch die Akzeptanz der Einheimischen für jegliche Veränderung ihres gewohnten Umfeldes erreicht werden können. Larissa Walter: „Die ortsansässigen Akteure müssen mitgenommen werden.“

Ob zu diesem Zweck ein Büro des Stadtteilmanagements in der Innenstadt als regelmäßige Anlaufstelle eröffnet wird, sei aber noch nicht geklärt.

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