Unter anderem Rettungsfahrzeuge müssen die Elektronik der versenkbaren Poller ansteuern können. Deshalb ist es wichtig, dass mit der neuen Technik alles stimmt. © Hornung
Marktplatz

Marktdurchfahrt in Fröndenberg: Noch keine Poller, aber Ehrfurcht

Eigentlich sollte die Ära des befahrbaren Marktes schon längst beendet sein. Doch noch sind die Poller nicht hochgefahren. Durchfahrtsünder gibt es trotzdem kaum noch.

Das Hochfahren der Poller wäre eigentlich der endgültige Schlussstrich unter die Umgestaltung des Fröndenberger Marktplatzes – und die Entscheidung, ihn für den Durchgangsverkehr zu schließen. Doch aus Sicherheitsgründen lässt die Stadtverwaltung die Poller unten.

„Da gibt es noch Abstimmungsbedarf mit der Polizei und der Rettungsleitstelle“, erklärt Ordnungsamtseiter Christoph Börger. Weil der Marktplatz, der nun seit rund einem Jahr für Fahrzeuge geschlossen ist, nie tatsächlich abgesperrt war, sind viele Fröndenberger einfach weiter drübergefahren.

Doch jetzt wird es wie von Geisterhand ruhiger in der Durchfahrt. „Wir haben den Eindruck, dass die Umgestaltung und optische Veränderung dazu beigetragen hat“, sagt Christoph Börger. Mit einem neuen Pflaster und dem neuen Sitzmobiliar werde der Markplatz nun tatsächlich als Fußgängerbereich wahrgenommen.

Während von der Polizei im Frühjahr noch etliche Verstöße beobachtet wurden, fährt nun kaum noch jemand über den Markt. Da während der Sommermonate die Baustelle auf dem Marktplatz eingerichtet war, gab es auch für Parksünder, die in den Aufgabenbereich des Ordnungsamts gefallen wären, kaum Raum.

Wenn die Poller dann tatsächlich hochgefahren werden, können sie von Polizei und Rettungswagen über das Wählen einer Telefonnummer bedient werden.

Über die Autorin
Redaktion Fröndenberg
Jahrgang 1988, aufgewachsen in Dortmund-Sölde an der Grenze zum Kreis Unna. Hat schon in der Grundschule am liebsten geschrieben, später in Heidelberg und Bochum studiert. Ist gerne beim Sport und in der Natur.
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Dagmar Hornung
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