Beim Herbstvarieté der Magic Motions gab es am Ende stehende Ovationen. Zu verdanken war das dem tollen Programm der Akrobaten. Kaltschnäuzigkeit bewies ein Zuschauer beim Messerwerfen.

von Peter Benedickt

Fröndenberg

, 05.11.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die gute, alte Zeit, als das Varieté seine Blütezeit erlebte, war in der Aula der Gesamtschule Fröndenberg am Sonntagnachmittag mit den Händen zu greifen.

Denn Magie, Jonglage, Akrobatik, Tanzeinlagen und die Feuershow brachten ein ganz spezielles Flair auf die Bühne und in das Publikum. „Himmel + Hölle“ – allein das Thema beschleunigte den Pulsschlag bei den Zuschauern.

Passend dazu moderierten „Luzifer“ (schick in Rot: Alina Dietrich) und „Engel Michael“ (zierliche Flügel zierten den Rücken von Jean Pfeifer) und stritten dabei über die Seelen der Menschen. „Magic Motions“ (Magische Bewegungen) hat sich die Abteilung im Gesamtschulsportverein getauft und dieser Titel trifft die Auftritte auf den Kopf. Die Organisatoren Mareike Glasmeyer-Sehr und Jean Pfeifer hatten sich mit dem Mitmachzirkus Manegentraum, der Einrad-Artistik vom TV Jahn, Hochradakrobaten und den Tänzerinnen ERIH sowie dem Magier Marco Weissenberg exzellente Verstärkung ins Boot geholt.

Zauberer Marco Weissenberg ist sonst auch in Berlin, Aachen oder Düsseldorf zu Gast

Besonders der Zauberer gewann die Herzen durch seine erfrischende Art schon mit den ersten Worten. Der Unnaer tourt gerade durch Deutschland, tritt dabei unter anderem in Berlin, Wiesbaden, Aachen und Düsseldorf auf. „Aber für diese Show komme ich immer gern nach Fröndenberg“, schmunzelt Marco Weissenberg. Um zusätzlich zu erklären: „Diese Veranstaltung gehört schon seit einigen Jahren zu meinen festen Terminen. Es macht viel Spaß.“ Dafür holte er sogar ein Dosentelefon aus seinem Requisitenkarton und verband damit die Bühne mit dem Publikum. Oder ließ sich mit einer Kanone und Spielkarten beschießen.

Kaltschnäuzig will der Zuschauer filmen, wie er mit Messern beworfen wird

Natürlich fehlten nicht der Balanceakt auf dem Drahtseil (ohne Netz und doppelten Boden) oder das Gewirbel mit dem Hula-Reifen. Spielend leicht sah die Fahrt mit dem Einrad aus, jedoch ist hier ein vorzüglicher Gleichgewichtssinn Bedingung. Ein Diabolo kam zum Einsatz, mit Bällen wurde jongliert, ein spannender Tanz verband sich mit akrobatischen Elementen.

Der Atem stockte den Besuchern, als Gino seine Damen Angel, Joeline und Ann-Kathrin Bichlmaier vor die Zielscheibe stellte, um seine Kunst im Messerwerfen zu demonstrieren. Sogar ein Freiwilliger aus den Zuschauerrängen nahm den Nervenkitzel auf sich. Allerdings hatte Jan eine Bedingung: „Darf ich das filmen, wenn die Messer auf mich zufliegen?“ Hut ab vor so viel Kaltschnäuzigkeit. Spektakulär und magisch zeigten sich die tanzenden bunten Lichter, die über die stockdunkle Bühne huschten. Schließlich brachte das „Flammende Finale“ einen weiteren Höhepunkt der Schau.

Stehende Ovationen des Publikums waren der verdiente Lohn

Natürlich bekamen die Künstler am Ende den verdienten Lohn für ihre Auftritte. Stehende Ovationen und nicht endender Beifall zeigten deutlich an: Dem Publikum hatte die Show gefallen. Viele Besucher versprachen beim Nachhauseweg: „Wir kommen gerne wieder.“

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