Letzte Tempo-50-Schilder sollen fallen für mehr Verkehrssicherheit im Dorfzentrum Frömern

dzStraßenverkehr

Tempo 30 gilt auch heute noch längst nicht überall dort, wo man es eigentlich vermuten sollte: Zwei Abschnitte im Dorfzentrum Frömern sollen nach dem Willen von CDU-Ratsherr Oliver Funke nun verkehrsberuhigt werden.

Fröndenberg, Frömern

, 21.05.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Geschwindigkeitsregeln auf den vier Kreuzungsstraßen in Frömern sind sehr unterschiedlich: Sie reichen von Tempo 30 bis Tempo 70 - auf zwei Abschnitten im Ortskern soll nun Tempo 50 künftig nicht mehr erlaubt sein.

Zumindest beantragt Ratsherr Oliver Funke für die CDU-Fraktion sowohl für die Brauerstraße als auch für den Ibbingsen, die zulässige Höchstgeschwindigkeit jeweils auf Tempo 30 herabzusetzen.

»Mich wundert, dass dort noch nichts passiert ist.«
CDU-Ratsherr Oliver Funke

Autofahrer, besonders ortsfremde, müssen schon heute auf der Hut sein, wenn sie durch Frömern fahren, ganz gleich aus welcher Richtung sie kommen. Aus Richtung Kessebüren wird die Geschwindigkeit von 70 über 50 auf schließlich 30 im Ortsmittelpunkt gesenkt.

Brauerstraße führt an Seniorenheim und Gemeindehaus vorbei

Wer aus Ostbüren, von der Wilhelmshöhe oder von Fröndenberg in den Ort hinein fährt, darf zunächst überall 50 fahren, muss aber beim Übergang auf die Von-Steinen-Straße auf Tempo 30 achten.

Tempo 30 dort, wo viele Schulkinder entlang laufen, hält auch Oliver Funke für völlig angemessen. Allerdings wundert sich der Frömerner, warum ausgerechnet auf der Brauerstraße, die an Seniorenheim, Gemeindezentrum und Friedhof vorbeiführt, 50 km/h gefahren werden dürfen.

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Die scharfe Kurve auf der Straße Ibbingsen - auf dem Foto im Hintergrund zu erkennen - führt nach Beobachtung von Oliver Funke häufig zum „Schneiden“ durch Linienbusse.

Die scharfe Kurve auf der Straße Ibbingsen - auf dem Foto im Hintergrund zu erkennen - führt nach Beobachtung von Oliver Funke häufig zum „Schneiden“ durch Linienbusse. © Udo Hennes

Im Gemeindehaus herrsche fast täglich viel Betrieb mit Veranstaltungen für Senioren, Kinder oder Jugendliche. Als Vater eines 18 Monate alten Sohnes sei er auch selbst in letzter Zeit häufiger zu Fuß dort unterwegs gewesen, so Funke im Gespräch. „Das ist schon gefährlich dort.“

Tempo 30 könne Fußgängern zudem das Überqueren der Brauerstraße erleichtern, nachdem dort eine Querungshilfe abgebaut worden sei.

„Gefahr für Fußgänger auf der gesamten Straße Ibbingsen“

Ebenfalls Tempo 30 statt 50 soll nach dem Willen der CDU-Fraktion im Ibbingsen ausgeschildert werden. Diese Straße sei im Grunde auf ihrer gesamten Länge für Fußgänger gefährlich.

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Wo es keine Gehwege gibt, müssen Fußgänger im Ibbingsen auf der Fahrbahn gehen.

Wo es keine Gehwege gibt, müssen Fußgänger im Ibbingsen auf der Fahrbahn gehen. © Udo Hennes

So gebe es vor dem Ortsausgangsschild Richtung Ostbüren eine scharfe S-Kurve. Weil es dort aber zugleich keinen Gehweg gebe, müssten Anwohner und Schulkinder „ungeschützt“ auf der Straße gehen, wenn sie den Ortskern ansteuern.

Der Linienbus müsse außerdem in der Kurve die Gegenfahrbahn mitnutzen, wobei es zu gefährlichen Begegnungen komme, wenn dort Lkw oder Traktoren fahren.

Ein Teil der Straße Ibbingsen werde auch regelmäßig als Parkstreifen genutzt, sodass Fußgänger auf die Fahrbahn ausweichen müssten.

„Mich wundert, dass dort noch nichts passiert ist“, stellt Oliver Funke erleichtert, aber auch warnend fest.

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