Lerncoaches wollen Fröndenberger Gesamtschüler fit machen

dzGSF

Leistungsdruck, mangelndes Handwerkszeug, kein Rückhalt aus der Familie: Für Lernschwächen gibt es viele Ursachen. Die neuen Lerncoaches der GSF setzen individuell beim Schüler an, um Lösungen zu finden.

Fröndenberg

, 03.02.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für schlechte Leistungen in der Schule gibt es unterschiedliche Gründe. Oft können Schülerinnen und Schüler ganz einfach nicht richtig lernen. Und auch dafür gibt es wiederum viele verschiedene Ursachen. Neue Lerncoaches an der Gesamtschule sollen Kinder und Jugendliche jetzt fit fürs Lernen machen. Und dafür setzen sie bei den individuellen Problemen jedes Einzelnen an – sofern der Schüler oder die Schülerin das auch tatsächlich möchte.

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Der Begriff „individuelle Förderung“ sei inzwischen schon „etwas verbraucht“, sagt Schulleiter Klaus de Vries ganz ehrlich. Deshalb möchte er bei dem neuen Projekt auch lieber von „Begabungsförderung“ sprechen. „Wir nehmen die Person in den Blick“, sagt er. Und weil man niemanden zum Lernen zwingen könne, funktioniere das Angebot der Lerncoaches auch nur auf freiwilliger Basis.

Lehreinnen und Lehrer sind zum Coach fortgebildet

Drei Lehrerinnen und ein Lehrer sind von einem Supervisor der Bezirksregierung Arnsberg zu sogenannten Lerncoaches ausgebildet worden. Gerade besuchen sie die Klassen der Schule, um sich vorzustellen. Jeden Mittwoch in der ersten großen Pause sitzen die Lern-Trainer in der Bibliothek der Schule – und können dort von jedem, der Hilfe braucht, angesprochen werden.

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Das Trainingsprogramm besteht aus einer bis sechs Sitzungen, die von zehn Minuten bis zu einer Stunde dauern können. Hinzu kommt ein weiteres Treffen nach einem halben Jahr. Gemeinsam mit ihren Coaches nehmen die Schüler Ursachen für ihre Defizite in den Blick. Einigen fehlt der Rückhalt aus dem Elternhaus, andere hingehen stehen unter enormem Leistungsdruck – haben Prüfungsangst.

Wie, wo und wann am besten Lernen?

Dem ein oder anderen fehlt es vielleicht einfach nur am Handwerkszeug, an Lernmethoden. Und wiederum andere Kinder und Jugendliche wissen nicht, wie sie das Lernen räumlich oder zeitlich organisieren. Immerhin gibt es im Alltag der Kinder viel Ablenkung, nicht zuletzt dank Handy, Internet und Sozialen Medien.

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Die Coaches sehen sich als Begleiter der Schüler. Für die Lösung ihrer ganz unterschiedlichen Probleme gebe es nie das eine Patentrezept. Von außen heiße es oft, die Schüler müssten einfach mehr machen. Das sei immer leicht und schnell gesagt, so Lehrerin Sylvia Bergmann. „Aber so einfach ist es oft nicht.“

Vor allem die älteren Schüler hätten an dem Angebot bereits aktiv Interesse angemeldet. Wie es bei den jüngeren ankommt, wird sich jetzt zeigen.

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