Lehrschwimmbecken bleibt vorerst weiter geschlossen

dzOverbergschule

Die Nutzer des Bades an der Overbergschule müssen sich gedulden. Noch ist nicht klar, wann das Lehrschwimmbecken repariert wird und wieder in Betrieb gehen kann.

Fröndenberg

, 06.10.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Lehrschwimmbecken an der Overbergschule musste wie berichtet vorübergehend schließen. Denn es ist festgestellt worden, dass die Wandfliesen von Wasser hinterspült waren. Wie Bauamtsleiter Martin Kramme mitteilte, bedarf es größerer Reparaturarbeiten. Die Angelegenheit muss noch genau überprüft werden, erklärt jetzt Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe auf Nachfrage. Alle Nutzer der Schwimmanlage brauchen also weiterhin noch etwas Geduld. Wann mit einer Reparatur begonnen werden kann und wie lange eine solche Maßnahme dann dauert, stünde bisher nicht fest.

Schwimmen fällt aus

Der Schwimmunterricht für die Schülerinnen und Schüler der Overbergschule fällt nach wie vor aus, bedauert Schulleiter Jürgen Haverkamp, der im gleichen Zug sagt, dass sich die Stadt um eine zügige Lösung bemühe. Die Kinder haben an der Overbergschule normalerweise drei Stunden Sport in der Woche. Eine Stunde davon in der Schwimmhalle. Der Schwimmunterricht, der nun wegfällt, wird durch eine Sportstunde in der Turnhalle oder in Bewegungsräumen kompensiert, sodass die Bewegungszeit für die Schülerinnen und Schüler insgesamt gleich bleibt.

Auch die DLRG, Ortsgruppe Fröndenberg, und Sportvereine wie der TV Jahn und der SV Bausenhagen nutzen das Lehrschwimmbecken an der Overbergschule – und müssen vorerst auf ihre Aktivitäten dort verzichten.

Alle hoffen auf eine zügige und nachhaltige Lösung. War das Becken doch im Oktober 2010 erst nach einer Sanierung wieder eröffnet worden.

Technik streikte

Immer wieder musste das Bad in den 2000er Jahren geschlossen werden, weil die veraltete Technik streikte. Eine eigens ins Leben gerufene Schwimmbadkommission schlug im Jahr 2007 vor, sowohl das Lehrschwimmbecken als auch die August-Schröer-Halle zu sanieren. Am 5. März 2008 genehmigte der Rat Mittel für die Sanierung. Im Sommer 2008 wurde das Bad stillgelegt. Als sich Anfang 2009 herausstellte, dass sich die Verwaltung verkalkuliert hatte und die Sanierung rund 430 000 Euro teurer würde, kam der Ratsbeschluss ins Trudeln.

Im März 2009 starten Vereine und Schulpflegschaften eine Unterschriftenaktion zum Erhalt des Beckens. Bis kurz vor der Kommunalwahl kamen 4300 Unterschriften zusammen, was die Politik unter Zugzwang setzte. Am 24. Juni 2009 sprach sich der Rat zum zweiten Mal für die Sanierung aus. Diese wurde im Februar 2010 in Angriff genommen.

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