Leader-Fördertopf aufgestockt: Projekten winkt Zuschuss von 16.000 Euro

dzEU-Leader-Programm

Der Bürgertreff „Buntes Sofa“ in Ardey, die Disc-Golf-Anlage im Himmelmannpark oder das Vereinshaus in Dellwig – aus dem Fördertopf von Leader flossen schon Tausende Euro. Jetzt winken Zuschüsse für Kleinprojekte.

Fröndenberg

, 16.01.2020, 17:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der reguläre Topf von Leader „Börde trifft Ruhr“ ist nahezu leer, doch jetzt wird kurzfristig ein Sonderprogramm aufgelegt: Wer sich beeilt und bis Ende Februar ein Projekt anmeldet, darf auf einen Zuschuss von nicht weniger als 16.000 Euro hoffen.

Leader-Fördertopf aufgestockt: Projekten winkt Zuschuss von 16.000 Euro

Dr. Martin Michalzik, Bürgermeister von Wickede/Ruhr und Vorsitzender der Leader-Region „Börde trifft Ruhr“. © Andrea Schulte

»Eine hohe Förderung, ein relativ geringer Aufwand und eine zielgerichtete, zeitnahe Umsetzung.«
Dr. Martin Michalzik, Vorsitzender der Leader-Region

Dank des sogenannten Regionalbudgets, das der Bund finanziert, können in der Leader-Region, der neben Fröndenberg noch Wickede/Ruhr, Ense, Welver und Werl angehören, in diesem Jahr Kleinprojekte unterstützt werden.

Insgesamt bis zu 200.000 Euro werden für Vorhaben bereitgestellt, die von Vereinen und Einrichtungen oder auch von den fünf Kommunen selbst initiiert werden dürfen, teilt Regionalmanager Timo Jäckel mit.

Einfache Spielregeln für Zuschüsse aus dem neuen Leader-Topf

„Eine hohe Förderung, ein relativ geringer Aufwand und eine zielgerichtete, zeitnahe Umsetzung: Diese Rahmenbedingungen sollten schnell zu sichtbarer Wirkung in der Region führen“, ist der Vorsitzende der Leader-Region Börde trifft Ruhr Dr. Martin Michalzik zuversichtlich.

Die Leader-Region werde das Sonderprogramm daher nicht nur beratend durch sein Regionalmanagement in Ense unterstützen, sondern auch monetär: 10 Prozent der Fördermittel spendiert der Leader-Verein und unterstützt damit ganz direkt jeden Antragsteller.

Die Spielregeln für die Teilnahme an dem neuen Förderprogramm sind bewusst einfach gehalten worden. Besonders an Ziele und Inhalte der Projekte werden aber gewisse Anforderungen gestellt, weil das Programm Leader ganz grundsätzlich Vorhaben fördern will, die den ländlichen Raum nachhaltig aufwerten.

Projekte müssen öffentliche Strahlkraft und Mehrwert haben

Denkbare Projektideen sind laut Timo Jäckel daher zum Beispiel wichtige Anschaffungen von Vereinen oder anderen Einrichtungen, die eine „gewisse öffentliche Strahlkraft“ besitzen. In jedem Falle sei es wichtig, dass der Mehrwert für die Region und ihre Menschen möglichst groß ist.

Zur Sache

Bewerbungen ab sofort möglich

  • Wer auf die Förderung zugreifen möchte, muss sich spätestens bis zum 29. Februar 2020 bewerben. Bewerben kann man sich ab sofort.
  • Dazu muss rechtzeitig ein Förderantrag an das Regionalmanagement der Leader-Region gerichtet werden.
  • Einzelne Projekte dürfen insgesamt nicht mehr als 20.000 Euro brutto kosten und sollten vor allem investiv sein.
  • Gehen mehr Anträge ein, als Budget vorhanden ist, muss eine qualitative Auswahl stattfinden.
  • Im Hintergrund der Sonderförderung von 200.000 Euro steht der 2019 in Kraft getretene Rahmenplan der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ des Bundes und einer darauf basierenden Richtlinie des Landes Nordrhein-Westfalen.

Einen gewisslichen zeitlichen Druck gibt es für interessierte Projektträger allerdings schon: Die Projekte, die am Ende den Zuschlag erhalten, können voraussichtlich ab April umgesetzt werden – und müssen bis Ende November abgeschlossen sein.

Gefördert werden die Maßnahmen mit 80 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten, also maximal 16.000 Euro. Die restlichen Mittel müssen die Antragsteller als Eigenmittel aufbringen. Die Förderung erfolgt nach dem Erstattungsprinzip, die Projektkosten müssen von den Antragstellern also zunächst vorfinanziert werden.

Mehr Informationen und Downloads rund um das Regionalbudget und zu der Leader-Region Börde trifft Ruhr finden sich im Internet unter www.boerdetrifftruhr.de/regionalbudget/ . Für die Beantwortung von Fragen rund um das Förderinstrument „Regionalbudget“ steht Interessierten Regionalmanager Timo Jäckel unter Tel. (0 29 38) 5 57 19 31 bzw. per E-Mail an info@boerdetrifftruhr.de zur Verfügung.
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Fröndenberger Westen
Der Westen à la carte: Organisatoren planen nicht nur kulinarische Überraschungen
Hellweger Anzeiger Bürgermeisterwahl 2020
SPD-Kandidatin Sabina Müller will Fröndenberg zum Naherholungsort und CO2-neutral machen
Meistgelesen