Laptops für alle Lehrer: Fröndenberger Schulen erhalten 90.000 Euro für 200 Geräte

dzDigitalpakt Schule

Sämtliche Lehrerinnen und Lehrer an der Gesamtschule Fröndenberg und an den Grundschulen sollen Laptops, Tablets oder Notebooks erhalten – die Stadt muss nun mit Geld aus dem Fördertopf „klar kommen“.

Fröndenberg

, 17.08.2020, 11:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Schulen sollen digitaler werden. Aber auch die Lehrerinnen und Lehrer. Nicht zuletzt das Homeschooling während der Corona-Pandemie hat gezeigt, dass dafür passende Geräte gebraucht werden. Die sollen nun alle Fröndenberger Lehrkräfte bekommen.

Das NRW-Schulministerium stellt der Stadt im Rahmen seines Sofortausstattungsprogramms zum Digitalpakt Schule rund 91.500 Euro zur Verfügung. Mit diesem Geld sollen mobile Endgeräte angeschafft werden.

Höchstbetrag pro Gerät auf 500 Euro festgelegt

Laut Schulministerin Yvonne Gebauer wird mit der sogenannten „Ausstattungsoffensive“ erreicht, dass Lehrerinnen und Lehrer „alle Chancen digitaler Medien für ihren Unterricht nutzen und auch online unterrichten können“.

Die Fröndenberger Schulverwaltung hat mit den Schulleiterinnen und Schulleitern bereits Gespräche geführt: Es ging unter anderem darum, wie viele Geräte benötigt und welche Mobilrechner in Frage kommen.

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Grob überschlagen wird die Stadt 200 Laptops, Notebooks oder Tablets anschaffen müssen, wie Ole Strathoff, zuständiger Fachbereichsleiter für die Schulen, auf Nachfrage mitteilte.

Es wird sich um dienstliche Geräte handeln, die also im Eigentum der Schule verbleiben. Der Höchstbetrag der Förderung ist auf 500 Euro festgelegt worden, neben dem Gerät müssen darin auch Software und Zubehör enthalten sein.

Der Gesamtbetrag von rund 91.500 Euro sei der Stadt nach einem kommunalen Schlüssel zugewiesen worden, erläuterte Strathoff. Mit diesem Förderrahmen müsse man „klar kommen“.

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Rein rechnerisch kann die Stadt pro Gerät damit 457,50 Euro ausgeben. Möglicherweise können bei einer zentralen Sammelbestellung auch Rabatte erzielt werden. Ole Strathoff kündigt eine Art „genossenschaftliche Beschaffung“ über ein Tochterunternehmen des Städte- und Gemeindebundes an.

Lehrkräfte sollen geschult werden

Das Schulministerium hat angekündigt, zum neuen Schuljahr „umfassende, landesweite, digitale Fortbildungsangebote“ anzubieten. Die Lehrkräfte sollen ein breit gefächertes Angebot zur pädagogischen und technischen Nutzung – Lernplattformen, Messenger, Videokonferenz-Tool – erhalten.

Wann die Lehrkräfte an den Fröndenberger Schulen die Dienstgeräte ausgehändigt bekommen, ist daher noch nicht klar. Den gesamten Beschaffungsprozess hat das Land an die Kommunen übertragen.

Ein durchaus ungewöhnlicher Vorgang, denn die Lehrkräfte sind Landesbedienstete. Die Stadt wird am Ende die Kosten mit dem Land abrechnen.

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