Land verschickt Förderbescheid für Fassadenprogramm: Hausbesitzer müssen aber noch warten

dzZuschuss für Sanierungen

Das Fassadenprogramm für die Innenstadt wird gefördert: Die Stadt Fröndenberg erhielt jetzt den Bescheid des Landes. Dennoch steht den Anträgen der Hauseigentümer noch die Bürokratie im Weg.

Fröndenberg

, 21.11.2018, 12:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es geht um die Attraktivität der Einkaufsstadt und um die Verweilqualität auf den öffentlichen Plätzen: Das Förderprogramm Fassadengestaltung gehört in den Gesamtkomplex der Maßnahmen, die das Integrierte Handlungskonzept (IHK) für die Innenstadt vorsieht. Neben Marktplatz, Bruayplatz und Fußgängerbereichen sollen auch die umliegenden Gebäude – bei Bedarf – eine Auffrischung erhalten können. Die entsprechenden Förderrichtlinien für das Programm hatte der Rat bereits im vergangenen Februar verabschiedet.

Erste Anträge auf Förderung gingen bereits im Februar ein

Allerdings war dies eine Art Vorratsbeschluss: Bislang fehlte nämlich noch die Zusage der Bezirksregierung für die Fördermittel. „Seit einer Woche liegt der Förderbescheid im Haus vor“, bestätigte Beigeordneter Heinz-Günther Freck am Mittwoch auf Anfrage. Den Startschuss für die Fassadensanierungen bedeutet dies allerdings immer noch nicht. Im Rathaus müsse nun noch abgestimmt werden, wie das Antragsverfahren für die Hauseigentümer abgewickelt wird. Nach der Bekanntgabe des Programms im Februar waren bereits einige Förderanträge im Rathaus eingegangen.

Förderrichtlinien

50 Prozent der Kosten

von maximal 15.000 Euro

Die Höhe des Zuschusses für private Investitionen in die Fassadengestaltung ist auf 50 Prozent festgelegt. Gedeckelt ist zudem die Höhe der förderfähigen Kosten: Es wird die Hälfte von maximal 15.000 Euro bezuschusst. Übersteigen die Kosten der Maßnahmen diesen Betrag, muss der Mehrbetrag von den Eigentümern voll getragen werden. Eine Förderung erfolgt nur, wenn die Zuschusskosten für die Maßnahme über der Bagatellgrenze von 500 Euro (brutto) liegen. Auf bewilligten Zuschüssen liegt eine zehnjährige Zweckbindungsfrist.

Ziel der Förderung sei es, „private Investitionen in den innerstädtischen Gebäudebestand zu aktivieren“, wie es in schönstem Verwaltungsdeutsch heißt. Mit einem Zuschuss aus öffentlichen Mittel soll also für private Hauseigentümer ein Anreiz geschaffen werden, ihre Immobilien aufzuwerten. Neben den Fassaden können auch Schaufensteranlagen saniert werden, auch Anstriche für Wände und Brandmauern oder Baumaßnahmen an Dächern sollen förderfähig sein. Da es um die Verbesserung des Umfeldes geht, die City also ein attraktiveres Erscheinungsbild bekommen soll, können nur die Schauseiten der Häuser eine Schönheitskur erhalten: Förderfähig, so führt die Verwaltung aus, sind daher grundsätzlich nur Bereiche, die von öffentlichen Flächen aus einsehbar sind.

„Stadtgestalterische Aspekte“ – also keine energetische Sanierung

Über allen Anträgen, die künftig gestellt werden können, steht die Bedingung, „dass stadtgestalterische Aspekte“, berücksichtigt werden. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass energetische Sanierungsmaßnahmen nicht bezuschusst werden. Und: Sind Hauseigentümer zu Baumaßnahmen an ihren Immobilien gesetzlich verpflichtet oder stehen Neu- oder Anbauten an, kann ebenfalls nicht aus dem Fördertopf geschöpft werden.

Die größte Hürde, das Vorliegen des Förderbescheides, ist nun genommen. Die Stadtverwaltung wird nun demnächst mitteilen, wann ihre Förderrichtlinien in Kraft treten, damit Immobilienbesitzer ihre Förderanträge stellen können.

Der Geltungsbereich für das Fassadenprogramm ist als Anlage den Förderrichtlinien beigefügt. Das Gebiet umfasst die Innenstadt, eingegrenzt von der Bahnlinie im Süden, der von Tirpitz-Straße im Westen, in etwa der Sümbergstraße im Osten sowie der Alleestraße einschließlich des unteren Teils der Eulenstraße im Norden.
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