Lärm auf der Hauptstraße in Langschede ist offenbar nicht laut genug

dzLärmschutz

Der Lärm durch Lkw- und Pkw-Verkehr auf der Hauptstraße in Langschede wird nun Thema beim Landesbetrieb Straßen NRW. Messergebnisse hatten die Stadt nicht zum Handeln veranlassen können.

Langschede

, 23.11.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Landesstraße 673 ist die wichtigste West-Ost-Achse, die durch Fröndenberg führt. In Langschede verläuft sie als Hauptstraße mitten durch den Ort. Es gibt Beschwerden über zunehmenden Lärm durch Kraftfahrzeuge.

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Das Einkaufszentrum auf der Stadtteilgrenze zwischen Langschede und Dellwig sei mittlerweile stark frequentiert. Der Lärm durch den motorisierten Verkehr nehme beständig zu. In einem Antrag hatte die FWG-Fraktion gar davon gesprochen, dass „eine akzeptierte Grenze bereits überschritten“ sei.

Zur Sache

Lärm-Richtwerte in Wohn- und Mischgebieten

  • Die Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) ist eine Verwaltungsvorschrift zum Bundesimmissionsschutzgesetz.
  • Die TA Lärm stuft die Immissionsrichtwerte nach bestimmten Gebietskategorien ein.
  • Demnach gibt es folgende Richtwerte gemessen in Dezibel (tags/nachts): Reine Wohngebiete 50/35, Allgemeine Wohngebiete und Kleinsiedlungsgebiete 55/40, Kerngebiete, Dorf- und Mischgebiete 60/45, Urbane Gebiete 63/45, Gewerbegebiete 65/50, Industriegebiete 70/ 70.
  • In Mischgebieten gibt es neben Wohnbebauung zum Beispiel Einzelhandel, Bürogebäude und Tankstellen; Kerngebieten dienen vorwiegend Handelsbetrieben sowie Einrichtungen der Wirtschaft, Verwaltung und Kultur.
  • Einzelne kurzzeitige Geräuschspitzen dürfen die Immissionsrichtwerte am Tag um nicht mehr als 30 Dezibel und in der Nacht um nicht mehr als 20 Dezibel überschreiten.
  • Immissionsrichtwert bedeutet, dass die Werte der TA Lärm nicht automatisch die Grenze der Zumutbarkeit markieren. In ein Beurteilungsverfahren wird eine Vielzahl weiterer Faktoren einbezogen.

Im Verkehrsausschuss verwies die Stadt nun darauf, dass sie grundsätzlich für die Landesstraße nicht zuständig ist. Auch der Lärmaktionsplan, der die Kommune zu gewissen Maßnahmen verpflichtet, gebe für Langschede nichts her.

Bei der letzten Verkehrszählung im Jahr 2015 waren 6296 Fahrzeuge, darunter 236 Schwerlastfahrzeuge, täglich auf der Hauptstraße gezählt worden. Für eine Aufnahme dieses Straßenabschnitts in den Aktionsplan habe dies nicht ausgereicht.

Die FWG hatte Lärmmessungen und ein Lärmschutzgutachten eingefordert. Nehme man Geräusche von der Bahnlinie Schwerte-Fröndenberg hinzu, sei der erlaubte Lärmpegel „deutlich überschritten“. Den Antrag wird die Stadt nun an den Straßenbaulastträger Straßen NRW weiterleiten.

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