Kurzzeitparkplätze an der Friedhofstraße: Mit „Nein“gibt sich die Politik nicht zufrieden

dzParken in Fröndenberg

Die FWG hatte Kurzzeitparkplätze an der Gemeinschaftsgrundschule beantragt. Diese würden dem Wunsch der Kindergarten-Eltern entsprechen. Nun konnte die Politik einen Aufschub der Entscheidung über weitere Parkplätze erwirken.

Fröndenberg

, 17.06.2020, 12:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Knöllchen für Friedhofsbesucher oder Eltern-Taxi-Chaos vor der Gemeinschaftsgrundschule: Immer wieder geriet die Parkplatzsituation an der Friedhofstraße im vergangenen Jahr ins Gespräch. Mit einer Einbahnstraßenregelung und weiteren Maßnahmen ist die Verkehrssituation inzwischen entschärft worden. Von zusätzlichen Kurzzeitparkplätzen, wie sie die Freie Wähler Gemeinschaft gefordert hat, möchte die Stadtverwaltung daher absehen. Mit der Darstellung der aktuellen Verkehrssituation seitens der Verwaltung sind die Freien Wähler allerdings nicht einverstanden. Das zeigten sie deutlich am Dienstagabend im Bau- und Verkehrsausschuss.

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Ein Gespräch mit Leitung und Elternpflegschaft des Matthias-Claudius-Kindergartens vor kurzer Zeit hätte ergeben, dass Kindergarten und Eltern die beantragten Parkplätze weiterhin für „absolut erforderlich“ halten.

Stadtverwaltung soll Ansicht des Kindergartens falsch wiedergeben

Die Stadtverwaltung habe sich zwar beim Kindergarten erkundigt – allerdings lediglich einmalig abgefragt, wie die Einbahnstraßenregelung ankommt und ob man nun besser vom Parkplatz der Grundschule abbiegen kann. Die Parkplatzsituation der Eltern sei im Gespräch zwischen Stadt und Kindergarten nicht erörtert worden.

Hol- und Bringzonen sind an mehreren Stellen im Stadtgebiet ausgeschildert. Doch aus Sicht der FWG sind die Elternhaltestellen wie etwa hier am Karl-Wildschütz-Parkplatz zu weit vom Schulzentrum und vor allem für Kindergarten-Eltern entfernt.

Hol- und Bringzonen sind an mehreren Stellen im Stadtgebiet ausgeschildert. Doch aus Sicht der FWG sind die Elternhaltestellen wie etwa hier am Karl-Wildschütz-Parkplatz zu weit vom Schulzentrum und vor allem für Kindergarten-Eltern entfernt. © Marcus Land

Elternhaltestellen an der Springstraße, Im Wiesengrund (Löhnbad) und an der Karl-Wildschütz-Straßen,, auf die die Stadt immer wieder verweist, seien für das Bringen von Kindergartenkindern aus Sicht der FWG unzumutbar weit entfernt.

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Für die FWG entsteht der Verdacht, „dass es der Verwaltung nur um die Kontrolle, die Ahndung und die Generierung von Verwarnungsgeldern geht.“ Anders sei die Begründung der Verwaltung, dass sich eine Maximalparkdauer von zehn Minuten nicht kontrollieren lasse, nicht zu verstehen.

Freck ist verärgert über die Anschuldigung

Von diesem Punkt zeigte sich Fröndenbergs Kämmerer und Erster Beigeordneter Heinz Günter Freck im Bau- und Verkehrsausschuss sehr betroffen. Er wünsche sich, dass wichtige und richtige politische Auseinandersetzungen wie die zur Parkplatzsituation zukünftig ohne derartige Unterstellungen auskommen würden.

Die FWG verweist weiter auf den Kindergarten am JVK. Dort sei ein absolutes Halteverbot mit dem Zusatzzeichen „außer Besucher des Kindergartens“ installiert. Auch Sicht der FWG gebe es an den weiteren Kindergärten im Stadtgebiet überall die Möglichkeit, kurzzeitig zu parken.

„Großzügige Auslegung“ bei Parkverstößen

In einem Gespräch mit der Fachbereichsleitung soll der Kindergartenleitung laut FWG eine „großzügige Auslegung“ der Ahndung von Parkverstößen in diesem Bereich zugesichert worden sein. Die Freien Wähler fordern jedoch weiterhin eine „rechtlich saubere und eindeutige Verkehrssituation“ mit entsprechenden Kurzzeitparkplätzen für die Kindergarteneltern, die auf verschiedenen Wegen ausgeschildert sein könnten.

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Obwohl der zuständige Verwaltungsmitarbeiter Stefan Kickermann noch einmal erklärte, warum aus Sicht der Stadt keine weiteren Parkplätze nötig sind, bekam die FWG fraktionsübergreifend Rückenwind bei ihrer Forderung. So waren sich auch die anderen Parteien nicht sicher, ob die Situation an der Friedhofstraße nun so viel besser ist, wie es die Stadt beschreibt. Nun wird die Entscheidung über Kurzzeitparkplätze aufgeschoben, bis ein geplanter Erfahrungsbericht zur Einbahnstraßenregelung vorliegt.

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