Kunstvolle Harmonie beim Fröndenberger Kunstverein

Ausstellung

Der Kunstverein Fröndenberg setzt seit diesem Jahr bei seinen Ausstellungen auf ein Zusammenspiel von Bild und Skulptur. Diesmal mit Arbeiten von Stephanie Schröter und Renate Meinardus.

15.06.2019 / Lesedauer: 3 min
Kunstvolle Harmonie beim Fröndenberger Kunstverein

Renate Meinardus (links) und Stephanie Schröter haben am Freitag ihre Ausstellung eingerichtet. Sie trägt den Titel „Überlagerungen“. © Freyth

Zu kleinen Grüppchen zusammengestellt lehnen unzählige Bilder an der Wand. Davor sind kleine Säulen positioniert, auf denen verschiedene Skulpturen thronen. Hier korrespondieren erdige Töne mit Stein, dort leuchtet rote Farbe im Zusammenspiel mit Aluminium. Auch wenn noch lange nicht alles fertig ist, so sind die Räume des Kunstvereins Fröndenberg schon mit Leben gefüllt, lässt sich ein Konzept erkennen. Und das verspricht fein aufeinander abgestimmte Kunstwerke, die Stephanie Schröter (Skulptur) und Renate Meinardus (Malerei) gerade in Szene setzen. Sie bereiten ihre Ausstellung „Überlagerungen“ vor, die am Sonntag eröffnet wird. Unterstützung bekommen die beiden Frauen dabei nicht nur von Kunsthistorikerin Kathrin Brandt, die mit ihrem geschulten Auge jedes Werk ins rechte Licht rückt, sondern auch von jungen Männern, die vor allem die schweren Skulpturen nach Anweisung positionieren.

Ein harmonisches Zusammenspiel auf allen Ebenen

Es ist die erste gemeinsame Ausstellung der beiden Künstlerinnen, die sich aus ihrer Heimatstadt Arnsberg kennen – und schon bei der Premiere wie ein eingespieltes Team wirken. Menschlich und künstlerisch.

Wie für das Zusammenspiel gemacht harmoniert die Malerei von Renate Meinardus mit den Skulpturen von Stephanie Schröter. Die weiblichen Akte mit ihren Rundungen etwa passen perfekt zu den Farben und Formen einer Bilderreihe Meinardus‘, die in Erdtönen daherkommt. Gleiches gilt für Schröters Alabaster, der gut zu den Aschebildern von Meinardus passt.

Doch die beiden Künstlerinnen haben noch mehr gemeinsam. Etwa ihre Experimentierfreudigkeit beim Material. Während Schröter Stein liebt, aber auch vor Gips, Beton, Holz, Ton oder Bronze nicht Halt macht, lässt Meinardus ihrer Kreativität auch schon mal mit Spachtelmasse, Kaffeesatz, Ruß oder Öl- im Zusammenspiel mit Acrylfarbe freien Lauf.

Skulpturen und Malerei

Ausstellung bis 14. Juli geöffnet

Die Ausstellung „Überlagerungen“ mit Werken von Stephanie Schröter (Skultpur) und Renate Meinardus (Malerei) wird am Sonntag, 16. Juni, um 11 Uhr eröffnet. Die Laudatio hält Kunsthistorikerin Kathrin Brandt. Die Ausstellung ist anschließend bis zum 14. Juli zu sehen. Der Kunstraum an der Alleestraße 59 ist sonntags von 11 bis 14 Uhr geöffnet. Führungen sind nach Absprache möglich (Andrea Stahl, Tel. 0170/5801057).

24 Skulpturen und Plastiken zeigt Stephanie Schröter, die aus ihrer Passion eine Profession gemacht hat und seit 2012 in ihrem Atelier in Arnsberg arbeitet. Dazu gesellen sich etwa 30 Bilder von Renate Meinardus, die gelernte Pharmazeutin ist, aber seit fast 30 Jahren intensiv und ernsthaft malt und seit 2009 ebenfalls ein eigenes Atelier in Arnsberg hat.

Das Zusammenspiel von Bild und Skulptur ist übrigens kein Zufall, sondern vom Kunstverein so gewollt. „Das gliedert den großen Raum ganz anders“, findet Dieter von Riel vom Fröndenberger Kunstverein.

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