Kunstverein Fröndenberg feiert gut besuchte Vernissage mit Johannes Waldemade

dzAusstellungseröffnung

Der Paderborner Johannes Waldemade stellt den Menschen in den Fokus seiner Werke – in einem Spannungsfeld zwischen Digitalisierung und Naturwissenschaften. Jetzt ist seine Ausstellung im Kunstverein eröffnet.

Fröndenberg

, 21.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Wenn sich einer mit der künstlerischen Entwicklung von Johannes Waldemade bestens auskennt, dann ist es seine Frau Eva, die ihn und sein Schaffen seit Jahren begleitet. Zur Eröffnung der neuen Ausstellung „Fokus Mensch“ im Kunstverein, ließ sie es sich daher auch nicht nehmen, etwas über die Bilder zu sagen – das eine oder andere durchaus auch ganz subjektiv zu interpretieren.

„Fast wie eine kleine Retrospektive“, so der Künstler, sei die Zusammenstellung an Werken, die in den kommenden Wochen im Kunstverein zu sehen ist. Sie umfasst die Jahre 1999 bis 2019. Ab es gibt auch noch eine Zeit des künstlerischen Schaffens, die noch weiter zurück liegt – und aus der seine Frau Eva ein Relikt mitbrachte, an dem sie die Entwicklung des Künstlers verdeutlichen konnte.

Die grellen Farben sind heute Markenzeichen

Dabei handelte es sich um ein Landschaftsgemälde aus dem Jahr 1993, ohne Menschen und in dezenten natürlichen Farben gehalten. „Leuchtende Farben waren damals tabu“, so Eva Waldemade. Doch irgendwann kamen Menschen auf den Künstler zu und forderten mehr Farbe ein.

Zwar sind Zerteilen, Schichten und Kombinieren die technischen Grundprinzipien geblieben, allerdings ist die Farbwahl heute grell – und der Mensch steht im Fokus. Erst kümmert sich der Künstler um den Hintergrund, der Mensch findet später den Weg ins Bild. Manchmal dauert der Gestaltungsprozess der Collage-artigen Werke mehrere Jahre.

„Wer Arbeitstechnik und Aussage verstehen möchte, sollte genau hinsehen“, erklärt Eva Waldemade. Die Themen ihres Manns sind die Schnelligkeit und Unübersichtlichkeit der heutigen Zeit sowie die Digitalisierung aller Lebensbereiche. Johannes Waldemade ist fasziniert von bildlichen Strukturen aus Biologie und Medizin. Adern oder Molekülketten finden sich in den Bildhintergründen.

Fasziniert von Medizin und Biologie

Dazu sind beim Fröndenberger Kunstverein große Formate und kleine Formate auf unterschiedlichen Untergründen ausgestellt. Daneben auch kleine Figuren, ausgeschnitten aus alten CD-Roms. Die zerschnittenen und teils zu kleinen Menschen gewordenen CDs sind keine Rohlinge. Alle waren mit Inhalten bespielt. Inhalte, die genauso wie ihr Datenträger nicht mehr zeitgemäß sind – nur durch die Kunst neuen Wert erhalten.

Fokus Menschen läuft bis zum 18. August. Die Ausstellung ist immer sonntags von 11 bis 14 Uhr zu sehen.

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