Die Oppodeldocks: „Ein Stück wie aus dem aktuellen Leben“

dzTraumlandtheater

Die Augen der kleinen Besucher wurden groß und größer. Da stand in der Pause leibhaftig die Henne „Helene“, die gerade noch auf der Bühne wirbelte, vor ihnen: „Mama, mach bitte ein Foto.“

von Peter Benedickt

Fröndenberg

, 08.02.2020, 19:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Natürlich hatte „Helene“ (Ulrike Kahlisch) nichts gegen ein Bild, war sie doch ein intelligentes Tier, das ihren „Oppodeldocks“ half, wo sie konnte.

Das Traumlandtheater führte das Stück in der Vergangenheit bereits mehrfach auf, aber in der Kulturschmiede feierte dieses Schauspiel für Kinder seine Premiere.

„An der Dekoration hängt unser Herzblut.“
Ulrike Kahlisch, Traumlandtheater

Der Saal hatte sich verwandelt, nicht nur die Bühne wurde bespielt. Hier thronte zwar das gewaltige Gebirge, aber rechts und links war mit viel Liebe zum Detail („An der Dekoration hängt unser Herzblut“) der Platz neben den Zuschauerrängen zum Gras- beziehungsweise Waldland umgeschmückt.

Helene und Deldock überwinden das Gebirge

In der Geschichte, bereits 1985 geschrieben, aber doch aktuell, ging es um kindliche Neugier, um den Schutz der Natur und darum, Grenzen zu überwinden.

Die Oppodeldocks: „Ein Stück wie aus dem aktuellen Leben“

Waldopa (Sascha Robberts), Waldmutter (Edeltraut Riek) und Mogla (Andrea Krowinus, li.) haben Angst um ihren Wald. © Peter Benedickt

Die Oppodeldocks, allesamt in aufwändigen Kostümen, leben glücklich und zufrieden im Grasland, wollen essen, singen und dass es den Hühnern gut geht. Doch der kleine „Deldock“ (Gaby Specht) ist neugierig, will wissen, was hinter den Bergen ist. Mit Helene schafft es der Junge, die Barriere zu überwinden. Dort entdeckt er die Waldleute, die nicht nur ebenfalls neugierigen Nachwuchs („Mogla“, Andrea Krowinus) in ihren Reihen haben, sondern Stück für Stück ihrer Natur beraubt werden. Denn hier lebt der gierige Silberdeldog (Andreas Thomas), der Holz zur Verhüttung von Silbererz benötigt und von seinen Robotern Bäume fällen lässt.

Bald leben alle in Frieden und Zufriedenheit

Logisch, dass Deldock als Verwandter des Raffzahns davongejagt wird.

Doch nachdem die Henne Helene den Ursprung allen Übels entdeckt und Opadeldock (Gracia Henneke) sich an einen Gang durch das Gebirge erinnert, wendet sich alles zum Guten. Bald danach leben beide Familien nebeneinander und auch der Silberdeldock möchte nur noch in Frieden Spiegeleier essen.

Er hat erkannt, dass Harmonie und Zufriedenheit bessere Werte sind als Reichtum.

Die Oppodeldocks: „Ein Stück wie aus dem aktuellen Leben“

Die Hühner sind das größte Kapital der Oppodeldocks aus dem Grasland. © Peter Benedickt

„Seit August liefen die Proben“, erklärte Ulrike Kalisch, die neben ihrer Rolle als „Helene“ Regie führt. „Wer die vollen Ränge sieht, weiß, dass es sich gelohnt hat.“ Das „kritische“ Publikum, oft auf dem Schoß von Oma oder Opa, Mama oder Papa, folgte dem Geschehen gebannt und sparte nicht mit Beifall.

Dem kleinen Timo gefielen die Hühner: „Die gackern so lustig und reden so komisch.“

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