Kultur in Fröndenberg: Für die Zukunft fehlen Vereinsmitglieder

dzJahreshauptversammlung

Kettenschmiede-Museum und Kulturschmiede sind tragende Säulen des Kulturangebots der Stadt. Während eine Machbarkeitsstudie großes Potenzial bescheinigt, fehlt es an Geld und Personal.

Fröndenberg

, 19.03.2019, 11:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Förderverein Kulturzentrum ist mit seinen Veranstaltungen nicht mehr aus Fröndenberg wegzudenken. In großteils ehrenamtlicher Arbeit stemmen die Mitglieder einen wichtigen Teil der kulturellen Angebote der Stadt. Um zukunftsfähig aufgestellt zu sein, fehlen jüngere Mitglieder. Das ist bei der Jahreshauptversammlung wieder deutlich geworden.

Jochen Hänel berichtete über den Stand und die weitere Entwicklung bei der Machbarkeitsstudie zur künftigen Entwicklung des Museums. Derzeit werden mit dem vom Ministerium eingesetzten Büro „startklar“ in vier Workshops alle Zahlen und Fakten analysiert und die realistischen Möglichkeiten für eine zukunftsfähige Entwicklung in allen Bereichen der Fördervereinsaktivitäten diskutiert. Konkrete Ergebnisse, wie sich die Ziele der Machbarkeitsstudie überhaupt umsetzen lassen, werden bis zur Jahresmitte erwartet.

Strahlkraft in der Region und auch darüber hinaus

Nach einem ausführlichen Bericht der Geschäftsführerin Erika George über die vielen Veranstaltungen referierte Norbert Muczka über alle Aktivitäten rund ums Kettenschmiede-Museum, die die hohe Strahlkraft des Leuchtturmprojekts in der Region und darüber hinaus verdeutlichten.

Zwei Geburtstagsfeiern im Mai

  • Am 1. Mai - passend am Tag der Arbeit - feiert der Verein übrigens einen Doppelgeburtstag: den einen etwas verfrüht bzw. den anderen etwas verspätet:
  • Das Kettenschmiede-Museum wird 20 Jahre alt. Die Eröffnung war am 9. Mai 1999.
  • Der Förderverein wurde im Vorjahr bereits 25 Jahre alt. Die Eintragung des Vereins beim Amtsgericht erfolgte am 6. Dezember 1993.

Ergebnisse der Machbarkeitsstudie sind unrealistisch

Norbert Muczka vom Förderverein Kulturzentrum freut sich über die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie. Sie habe das Potenzial aufgezeigt von Kulturschmiede und Kettenschmiede-Museum aufgezeigt. Bereits bei der finanziellen Realisierung werde es aber unrealistisch. Personell müsse sich auch dringend etwas tun. Es fehlen die Jungen, sagt Muczka. Die jüngsten im Verein seien 58. Dann kämen schon die „70er“, die ja in absehbarer Zeit auch mal nicht mehr da seien. Festes Personal für eine geringe Bezahlung einzustellen, sei eine Lösung, müsse aber auch finanziert werden können. Immerhin sei im Haushalt inzwischen ein Rettungsschirm für den Förderverein Kulturzentrum eingestellt. Finanziell helfe aber auch etwa der Betriebskostenzuschuss der Stadt beim Blick auf die Abgaben nicht viel. Die große Beliebtheit, auch etwa der Hochzeiten zeigten, dass Fröndenberg das Kulturzentrum braucht.

Kultur in Fröndenberg: Für die Zukunft fehlen Vereinsmitglieder

Veranstaltungen wie das Mitsingkonzert mit Thomas Weber beleben die Kulturschmiede. Der Veranstaltungssaal wird von Förderverein Kulturzentrum bewirtschaftet. © UDO HENNES

40 Mitglieder kommen zur Versammlung

40 Mitglieder des inzwischen 204 Mitglieder umfassenden Fördervereins Kulturzentrum Fröndenberg waren zur Jahreshauptversammlung zusammengekommen. Während auf der großen Leinwand der Kulturschmiede viele eindrucksvolle Fotos aus 2018 noch einmal die vielen Ereignisse in und um Kettenschmiede-Museum, Kulturschmiede und Ulmke-Forum in Erinnerung riefen, wurden die üblichen Vereinsformalien abgehandelt.

Wahlen des Vereinsvorstands

Am Ende des Treffens standen Wahlen des Vereinsvorstands auf der Tagesordnung. Im wesentlichen wurde der alte Vorstand erneut einstimmig gewählt: Jochen Hänel bleibt 1. Vorsitzender und Egon Krause sein Stellvertreter. Erika George ist weiterhin alleinige Geschäftsführerin; eine Vertreterin für sie fand sich auch in diesem Jahr leider nicht.

Schatzmeister bleibt der bereits im Vorjahr gewählte Josef Lappe und zu seiner Stellvertreterin wurde neu Renate Okula gewählt. Als Beisitzer wurden Michael Beckmann, Monika Schröer, Norbert Muczka, Werner Siebert in ihren Ämtern bestätigt und Dieter Mendyk neu dazu gewählt. Als Beirat wurde Dr. Carsten Vollmann und Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe und neu Horst Bahr gewählt.

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