Kreisjugendamt: Fröndenberg muss 2021 erneut Millionenbetrag drauflegen

dzEckdaten Kreishaushalt

Für das Kreisjugendamt muss die Stadt Fröndenberg 2021 fast so viel berappen, wie sie aus Grund- und Gewerbesteuer zusammen einnimmt. Die Zahlungen Richtung Unna wachsen nochmals deutlich an.

Fröndenberg

, 18.08.2020, 15:59 Uhr / Lesedauer: 1 min

Kreiskämmerer Mike-Sebastian Janke hatte am Dienstagmittag keine guten Nachrichten für Fröndenberg, Holzwickede und Bönen: Die Umlage für das Kreisjugendamt wird insgesamt um fast 4,2 Millionen Euro steigen.

Janke wird allein Fröndenberg 2021 einen Betrag von rund 9,5 Millionen Euro zumuten müssen und damit ein Plus von mehr als 1,3 Millionen Euro im Vergleich zum laufenden Jahr.

„Keine Fehlleistung im Rahmen der Jugendhilfe“

Der Kreisdirektor und Kämmerer betonte, dass die Steigerung bei den Kosten durch den Kreis „kaum zu beeinflussen“ sei und es sich um „keine Fehlleistung im Rahmen der Jugendhilfe“ handele.

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Vielmehr trieben stark gestiegene Pflichtausgaben das Budget des Kreisjugendamtes in die Höhe, wobei Janke zwei große Posten hervorhob: die Eingliederungshilfe und die Kindertagesbetreuung.

So muss der Kreis künftig viel mehr Geld bei der Schulbegleitung für gehandicapte Kinder und Jugendliche ausgeben, die wegen einer seelischen Behinderung Anspruch auf eine angemessene Teilhabe am Schulleben haben.

Außerdem schlagen Aus- oder Neubau von Kitas zu Buche: vier neue Gruppen in Bönen, zwei in Fröndenberg und fünf in Holzwickede werden in Rechnung gestellt.

29,1 Millionen Euro stehen 2021 zu Buche

Die drei Kommunen werden 2021 zusammen 29,1 Millionen Euro erstatten müssen; im laufenden Jahr liegt der Betrag bei 24,9 Millionen Euro.

Die Zahllast, die auf die drei Kommunen ohne eigenes Jugendamt zukommt, wird voraussichtlich durch eine sinkende allgemeine Kreisumlage verringert: Für Fröndenberg steht laut Eckpunktepapier ein Minus von 512.000 Euro in Aussicht.

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